Power Yoga - Infos, Tipps & Übungen

Power Yoga Definition – westliche Interpretation urtümlicher Technik

Das sogenannte Power Yoga ist eine innovative Sportart, die aus dem Ursprung der fernöstlichen Yoga-Lehren ein modernes Konzept für die körperliche und geistige Fitness gemacht hat. Der Begriff „Power“ ist hierbei richtungsweisend und beschreibt treffend, worauf der Fokus bei jener Trainingsvariante liegt.

Statt meditativen Sitzungen und Spiritualität bezieht sich diese Yoga-Form nämlich hauptsächlich auf die körperliche Vitalität. Dies basiert auf den Erkenntnissen, die Erfinder wie Bryan Kest innerhalb ihrer Ausbildung zum Yogalehrer sammeln konnten. So wurde dem Amerikaner schnell klar, die traditionellen Ashtanga-Stile, bei denen es um feste Abläufe und den religiösen Ursprung geht, sind für die westliche Welt kaum praktikabel. Da jedoch die Philosophie und der Fitness-Effekt jeder Yoga-Figur viele positive Eigenschaften für die Gesundheit des Menschen haben könnte, modifizierte Kest die Riten, rückte die physische Komponente ins Zentrum und lieferte Menschen auf internationaler Ebene ein alternatives Work-out, bei dem nicht nur der Körper fit wird, sondern auch neue Lebensenergie und Gelassenheit freigesetzt werden können.

Power Yoga ist der Definition nach also eine neue Version des Yogas, bei der sich eine körperliche Praxis auf indirektem Weg mit wichtigen Lebensweisheiten vereint und dadurch für eine breit gefächerte Zielgruppe interessant wird. Kest veränderte aber nicht nur die Hauptfunktion des Entspannungsverfahrens, er entschied sich ebenfalls, die strikten Abläufe zu revolutionieren und Yoga-Figuren zu präsentieren, die sich den Personen anpassen, welche sie absolvieren.

Gerade für Menschen in Führungspositionen verbindet das Trainingsprogramm daher alle wesentlichen Komponenten, eignet sich aber zugleich für Hausfrauen, Sportanfänger oder fitnessaffine Menschen. Häufig fällt auch der Begriff Vinyasa oder auch Vinyasa Flow. Beide sind mit dem Power Yoga gleichzusetzen und beschreiben lediglich den rhythmischen Fluss während der Anwendung. Die Betitelung stammt aus den Sanskrit-Lehren und bedeutet „auf eine festgelegte Art stellen, legen oder setzen“. Folglich werden alle Bewegungen innerhalb jeder Yoga Figur im festen Einklang mit der Atmung und mit fließenden Übergängen zur nächsten Übung absolviert. Jene Wechsel sind die Vinyasa und sehen unterschiedliche Formen des Sonnengrußes als Bindeglied vor. Das Wort „Flow“ verdeutlicht dann noch einmal, dass die ganze Yoga-Sitzung im stetigen Fluss sein muss, der die einzelnen Abschnitte miteinander vereint.

Der Ursprung liegt in den 90ern, als Kest mit seiner Adaption des klassischen Ashtanga-Yogas die Fitnessbranche eroberte und den Kritikern das Gegenteil bewies, die Yoga bis dato als esoterisch abgeschrieben hatten. Bis heute konnte Bryan Kest mit seiner Form des Yogas unzählige Menschen begeistern und lehrt mittlerweile sogar Prominente wie Madonna das Power-Programm. Dieses lässt sich dabei ganz klar von anderen Yoga-Lehren abgrenzen.

Power Yoga oder traditionelles Yoga – ganzheitliche Fitness, differentes Konzept

Yoga hat viele Gesichter, denn die intensive Entspannungsmethode ist in jeglichen Ausführungen zu finden. Im Allgemeinen entstammen alle der Urform aus den fernöstlichen Lehren und dienen der umfassenden Erholung von Körper, Geist und Seele sowie der Harmonisierung, um innere Dysbalancen oder äußere Blockaden zu lösen. Allerdings agieren die einzelnen Yoga-Versionen nach unterschiedlichen Leitgedanken.

Während einige die geistige Entspannung fokussieren, sind andere auch an der physischen Vitalität interessiert oder integrieren noch weitere Ziele wie eine bessere Selbstwahrnehmung. Power Yoga hat mit all jenen Auslegungen nichts gemeinsam. Dieses Prinzip verzichtet bewusst auf sämtliche Eigenschaften, die für Yoga sonst maßgeblich sind, darunter spirituelle Riten, Religion, kulturelle Einflüsse, Mantren oder Meditation. Hier geht es um greifbare Weisheiten, rationale Entscheidungen und nachweisbare Beschwerden.

Wer nach einer Reise zum inneren Ich sucht, bei welcher er die Selbstfindung angestrebt, hat mit Power Yoga nicht die richtige Wahl getroffen. Stattdessen steht bei dem neuzeitlichen Konzept die Fitness an erster Stelle. Power Yoga ist vordergründlich eine Sportart, bei der es um Beweglichkeit, die eigene Körperkraft und die innere Ausgeglichenheit geht. Das Work-out hat quasi die Werte der traditionellen Yoga-Formen übernommen und neu interpretiert, damit das Programm zu den Ansprüchen sowie Bedürfnissen von Kunden aus der westlichen Welt passt.

Nicht der einzige Unterschied zwischen Power Yoga und anderen Varianten. Insbesondere die Differenzen in Bezug auf Ashantaga Yoga sind deutlich. Letzteres ist eigentlich die Urform des Power Yogas, welches aus jenen Lehren entstand, jedoch verfolgen beide eine gänzlich andere Strategie. Im Ashantaga Yoga sind alle Abläufe und Bewegungen und Positionen vorgegeben. Sie bleiben bei jeder Anwendung dieselben und müssen von den ausübenden Personen korrekt nachgestellt werden. Eine Anpassung an eigene Erwartungen, ein Wechsel innerhalb der Figuren oder andere Modifikationen dürfen nicht auftreten. Power Yoga dagegen stützt sich auf Individualität und passt sich vollständig den Interessenten an. Ganz gleich, ob die Yoga Atmung, die Yoga Figur oder die Reihenfolge, Power Yoga stellt die Ambitionen des Einzelnen in den Mittelpunkt. Genau daher ist diese Variante auch für so viele Menschen geeignet.

Für Außenstehende sind die Abweichungen zwischen den einzelnen Yoga-Arten meistens kaum zu erkennen, was nicht zuletzt daran liegt, dass oft kein allgemein-gültiges Training vorliegt. Viel eher werden die verschiedenen Intentionen und Ausführungen oft zu einem personenbezogenen Fitnessplan vereint, denn diese Freiheit steht ebenfalls symbolisch für Power Yoga. So gelingt es mit dem westlich-geprägten Entspannungsverfahren, die Gesundheit des Ausübenden in vielschichtiger Weise positiv unterstützen.      

Power Yoga Effekte – Entspannung trifft sanftes Fitnessprogramm

Power Yoga Effekte

Die Übungen beim Vinyasa Yoga sind für eine breit gefächerte Zielgruppe geeignet. Immerhin ähnelt das Konzept einem Work-out und kann die physische sowie psychische Vitalität nachhaltig verbessern.

So unterstützt Power Yoga:

  • eine gesteigerte Körperkraft
  • die Mobilität
  • das innere Gleichgewicht
  • eine gesunde Haltung
  • die Stabilität des Bewegungsapparats
  • den Muskelaufbau
  • mehr Gelassenheit
  • die Gewichtsabnahme
  • die körperliche Fitness
  • eine gleichmäßige Atmung

Neben den genannten Vorteilen, die durch jene Yoga-Variante nach außen projiziert werden, bewirkt das alternative Sportprogramm auch das Dehnen von Gelenken und Muskulatur während jeder Yoga Figur. Da Power Yoga diesbezüglich keine festen Vorgaben hinsichtlich des Ablaufs oder der Art, wie eine Übung absolviert wird, voraussetzt, lässt es sich von einer Vielzahl an Personen anwenden.

Eine Integration des Yogas in ein bestehendes Training von Leistungssportlern wäre demnach genauso denkbar wie Vinyasa Yoga als eigenständige Fitness für passionierte Sportliebhaber, die gerne neue Erfahrungen sammeln oder Laien, welche mittels Power Yoga mit einem regelmäßigen Work-out beginnen möchten. Sogar Menschen, die keine Freude an einem aktiven Lebenswandel haben und eher nach einer ganzheitlichen Erholung suchen, erhalten mit dieser modernen Yoga-Interpretation die richtige Gelegenheit, die innere Balance zu finden und gleichzeitig den Körper fit zu halten.

Trotz allen positiven Eigenschaften hat jedoch auch das Power Yoga Grenzen, denn nicht jeder kann es ausüben. Personen, die unter ernsthaften Muskel-, Gelenks- oder Knochenerkrankungen leiden, sollten kein intensives Yoga betreiben. Der Bewegungsapparat würde sonst einer zu hohen Belastung ausgesetzt sein. Zudem dürfen die Übungen keinesfalls zum Einsatz kommen, wenn Infektionen, Fieber oder Entzündungsprozesse sowie tumoröse Krankheiten vorliegen.

Ein weiterer wesentlicher Punkt ist das Alter. Kinder haben noch keinen ausgewachsenen Körper, sodass die Abläufe in puncto Schwierigkeitsgrad an die heranwachsende Muskulatur, Knochen und Gelenke angepasst werden müssen, um Fehlhaltungen und Überanstrengungen zu vermeiden. Sie könnten dauerhafte Folgen haben. Zugleich gilt bei einem Power Yoga für Senioren, weniger Belastung auf den Bewegungsapparat auszuüben, da jener bei älteren Menschen nicht mehr ausreichend Stabilität hat. Wer diese Kriterien befolgt, kann das innovative Yoga-Programm in sämtlichen Variationen wahrnehmen, denn es gibt unzählige Figuren, die ein solches Fitnesstraining begleiten.

Power Yoga Übungen – Fitnesstraining im modernen Gewand

Power Yoga enthält eine große Vielfalt an Figuren, die sich in einer Yoga Stunde zu einem fließenden Ablauf verbinden lassen. Welche Reihenfolge und Ausführung praktiziert werden, bestimmen der Lehrer sowie der Schüler in einvernehmlicher Absprache. Einige der bekanntesten Yoga Figuren sind daraufhin:

Der Sonnengruß

  • Vorwärtsbeuge
  • Berg
  • Kobra
  • Herabschauender Skorpion
  • Tadasana (Berghaltung)
  • Uttanasana (stehende Vorbeuge)

Die Krieger-Figuren

  • Herabschauender Hund
  • Kobra
  • Vorwärtsbeuge
  • Friedlicher Krieger
  • Krieger 1 und 2
  • Seitliche Winkelhaltung (ausgestreckt)

Drehhaltungen

  • Gedrehte Gebetshaltung
  • Dreibeiniger Hund (herabschauend)
  • Marichyasana 3
  • Das gedrehte Dreieck
  • Makarasana
  • Gedrehte seitliche Winkelhaltung

Power Yoga Übungen

Auch wichtig ist die Kindhaltung, mit Sitz auf Schienenbeinen, das Gesäß bleibt auf den Fersen und der Oberkörper wird ganz nach vorne gebeugt, um die Stirn auf den Boden zu setzen. Die Arme locker neben den Körper legen, Schultern gen Boden ziehen, mehrmals tief durchatmen, Arme nach vorn strecken und Finger spreizen. Diese Position nimmt der Betreffende immer dann ein, wenn die Übungsabfolge zu schwierig war oder ein kurzer Entspannungsmoment stattfinden soll.

Welche Yoga Figur für die Person am meisten Sinn macht und ihren Trainingsstatuten gerecht wird, entscheidet der Lehrer unter Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit seiner Klienten. Die Yoga-Stunden beim Power Yoga sind nicht umsonst ein Zeichen für Individualität und Freiheit.

Power Yoga Ablauf – flexibles Fitnesstraining mit vielschichtiger Effizienz

Grundsätzlich lässt sich Power Yoga nicht detailliert beschreiben, denn Abläufe, Tempo und Intensität orientieren sich an dem Ausübenden. Für gewöhnlich nimmt sich der Yoga-Lehrer zu Beginn ausreichend Zeit, um mit den Kunden zu besprechen, was ihnen bei dem Training wichtig ist und wie sie sich ein perfektes Work-out durch Vinyasa Yoga vorstellen. Gemeinsam mit seinem Wissen erarbeitet er dann ein Konzept, dass entweder auf ein Einzeltraining oder eine Gruppe abgestimmt wurde.

Die Yoga-Absolventen tragen bequeme Fitnesskleidung, in der sie sich gut bewegen können. Wichtig ist hierbei der stetige Fluss zwischen den jeweiligen Asanas (Figuren). Die Yoga Atmung erfolgt immer über die Nase. Dadurch lässt sich leichter abschätzen, ob die Yoga-Figur für den Betreffenden effektiv oder zu anstrengend ist. Als Regel gilt, wer einatmet, schaut gen Horizont und wer ausatmet, wendet den Blick zum Boden. Die Abfolge richtet sich nach der Serie im Ashtanga Yoga, wird allerdings an die ausübenden Personen angepasst.

Eine tragende Rolle spielt unter anderem der Sonnengruß, der in beiden Versionen allgegenwärtig ist und den Körper aufwärmt sowie dehnt. Jede Yoga Figur ist lediglich Bestandteil einer ganzen Reihe von Übungen, die erst in ihrer Gesamtheit eine Bewegungsfolge darstellen und die Effekte des Work-outs hervorbringen. Die Yoga-Stunde lässt sich im Freien, zuhause oder im Studio wahrnehmen und erfordert trotz aller Fitness ein gewisses Maß an Achtsamkeit sowie Konzentration.

Zugleich sollte das Fitnessprogramm unter keinen Umständen direkt vor oder nach den Mahlzeiten praktiziert werden. Etwa eine Stunde Wartezeit ist eine der Grundvoraussetzungen, damit es nicht zu negativen Folgen kommt. Für den Fall, dass die Person aber nach einem noch intensiveren Training sucht, gäbe es auch eine Weiterentwicklung des Power Yogas, das Core Yoga.  

Power Yoga Abwandlung – Core Yoga als alternatives Work-out

Die Übungen im Power Yoga sind zwar vielseitig und bieten einen großen Spielraum für sportaffine Menschen, Entspannung und Fitness zu vereinen, aber trotzdem konnten sich weitere Variationen der Yoga-Innovation etablieren. Dazu gehört unter anderem Core Yoga, eine Ausführung, bei welcher Fitnessfaktor und Gewichtsverlust im Vordergrund stehen.

Core Yoga beinhaltet Asanas, die mit mehr Intensität absolviert werden und hilft daher noch besser, die Muskeln zu definieren, die Stabilisation der Bauch- sowie Rückenmuskulatur zu erzielen oder abzunehmen. Die Modellierung des Körpers hat hier demnach Priorität und steht über der Entspannung.

Ferner finden sich noch weitere Yoga-Konzepte wie das CrossFit Yoga, bei welchem ein ganzheitliches Muskeltraining vorliegt, das oben erwähnte Ashtanga Yoga oder Jivamukti Yoga, bei dem sich die fitnessbezogenen Elemente von Power Yoga mit Meditation verbinden.

Welche Form von Yoga der Interessent für sich nutzen möchte, sollte er darum selbst entscheiden, denn es geht bei jener Methodik um das Wohlbefinden des Einzelnen, statt um die Allgemeinheit. Gerne dürfen die Übungen abgewandelt oder eine Kombination mehrerer Yoga-Versionen angestrebt werden, vor allem für diejenigen, die größeren Wert auf den spirituellen Hintergrund legen. Hier empfiehlt sich beispielsweise eine Yoga Anwendung, die vornehmlich die mentale Entspannung vorsieht, darunter das Kundalini Yoga.

Oftmals lassen sich die Yoga-Stile ebenso an die aktuelle Verfassung des Ausübenden anpassen. Fühlt die Person sich fit und möchte mehr für die Vitalität des Körpers leisten, könnte das sportlich-geprägte Yoga besser sein, wohingegen in Momenten von starker seelischer Anspannung oder Leistungsdruck eine Variante mit Spiritualität ideal wäre.

Power Yoga repräsentiert aber in jedem Fall eine moderne und frei-zusammenstellbare Alternative zu klassischen Yoga-Formen,  bei welcher sich Erholsamkeit und körperliche Fitness auf individueller Basis miteinander verbinden.

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