Entspannungsübungen für Kinder

Stress bei Kindern – ein Problem mit ernsten Folgen

Viele Erwachsene kennen die Problematik, denn ein erhöhter Stresslevel zählt bei vielen zu den Hauptauslösern ernsthafter Beschwerden. Leistungsdruck, Versagensängste oder andere Indikatoren für eine dauerhafte Anspannung machen jedoch vor niemandem Halt. Selbst Kinder können schon an den Folgen von starker mentaler und körperlicher Beanspruchung leiden. So entsteht schnell ein Teufelskreis aus kontinuierlicher Überbelastung, der den gesamten Organismus in Mitleidenschaft zieht.

Dabei gibt es verschiedene Gründe, warum Stress bei Kindern auftritt, denn die Kleinen nehmen äußere Einflüsse anders wahr als Erwachsene. Sie sind wesentlich sensibler und verarbeiten prägende Ereignisse schlechter. Bereits kleinste Veränderungen im familiären Umfeld können zu Stresssymptomen führen. Ähnlich verhält es sich mit weiteren entscheidenden Elementen einer gesunden Kinderpsyche wie den Sozialkontakten, der Bildung oder der Gesundheit.

Sobald einer dieser Aspekte durch Trennung, Verlust, Mobbing, Ortswechsel oder Krankheit ins Ungleichgewicht gerät, verliert das Kind die Stabilität, die es für seine Entwicklung braucht und muss zugleich negative Erfahrungen durchleben. Insofern sich jene und die positiven Ereignisse in einem ausgewogenen Verhältnis befinden oder die schönen Momente überwiegen ist der Betroffene eigenständig in der Lage, schlechte Einflüsse zu kompensieren, sonst gerät der Organismus zunehmend unter Druck. Genau wie die Ursachen können daraufhin auch die Symptome einer solchen Dysbalance in Bezug auf Kinder unterschiedlich sein.

Einige der Warnsignale sind:

  • allgemeine Unruhe
  • Schlafstörungen und Alpträume
  • Appetitlosigkeit
  • verändertes Verhalten (Aggression, Angst, Apathie, Scheu)
  • Zähneknirschen
  • Kopfschmerzen
  • Magenprobleme
  • plötzliche Verschlechterungen der schulischen Leistung

Knapp 87 % der Angehörigen erkennen allerdings nicht, dass das Kind unter seelischer Anspannung leidet, obwohl besonders das frühe Handeln ernsthafte psychische Erkrankungen vermeiden könnte. Immerhin lassen sich Stressreaktionen effizient therapieren. Dafür eignen sich spezielle Konzepte wie die Entspannungsübungen für Kinder. Ein Prinzip, welches international beliebt ist, die Anspannung auf sanfte Weise aufhebt und gleich mehrere Intentionen verfolgt.

Ziele von Entspannungsmethoden – auf sanftem Weg zur gesunden Entwicklung

Die Entspannung der Kinder ist ein zentrales Thema, bei dem es um die Gesundheit der jüngsten Familienmitglieder geht. Wenn Gespräche oder bewusste Auszeiten also nicht mehr hilfreich sind, sollten Entspannungstechniken für Kinder in Erwägung gezogen werden.

Sie eignen sich für Kleinkinder ebenso wie für Teenager und wirken sich positiv aus, um

  • die innere Anspannung zu lösen
  • Muskelverkrampfungen zu lindern
  • den Schlaf zu verbessern
  • die Körperwahrnehmung zu optimieren
  • psychische Probleme abzubauen
  • mehr positive Energie freizusetzen
  • Druck und Ängste aufzuheben
  • das Selbstwertgefühl zu fördern
  • den Bewegungsapparat zu stabilisieren
  • die gesunde Entwicklung des Kindes zu begleiten
  • die Bindung zu der Familie zu stärken

Des Weiteren verfolgen die Techniken teilweise subjektive Absichten wie eine bessere Gruppendynamik in Schulen bei einer gemeinschaftlichen Anwendung oder die Verarbeitung eines schlimmen Ereignisses. Hierfür dürfen sich zertifizierte Entspannungstrainer aus einem vielseitigen Repertoire an Praktiken bedienen.

Entspannungsübungen für Kinder – wechselnde Konzepte, nachhaltige Wirkung

Entspannungstechniken für Kids haben stets die Aufgabe, vorhandene Blockaden abzubauen und den Kleinen mehr Gelassenheit beizubringen. Dieser Leitgedanke konnte sich längst in der modernen Wellnessbranche etablieren und wird in Praxen, Sportvereinen, Schulen, Mutter-Kind-Anwendungen, Therapien oder Entspannungskursen angeboten. 

Entspannungsübungen für Kinder

Die beliebtesten Verfahren sind:

  • Progressive Muskelrelaxation

Die progressive Muskelentspannung nach Jacobson ist eine international anerkannte Technik, bei der sämtliche Muskelgruppen nacheinander gezielt angespannt und entspannt werden, um den Organismus überdurchschnittlich stark zu erholen sowie eine verbesserte Stressbewältigung zu bewirken. Jacobson begründete seine Entspannungstechnik mit der Erkenntnis, dass psychische Belastungen stets in wechselseitiger Abhängigkeit zu körperlichen Problemen stehen und eine automatische Tiefenentspannung des Bewegungsapparats ebenfalls für ein inneres Gleichgewicht verantwortlich ist. Seelische Störungen, Angstzustände, Muskelverhärtungen oder Schmerzen lassen sich so therapieren. Kinder ab sieben Jahren können PMR betreiben, weil das Verständnis zur Umsetzung ab jenem Alter vorhanden ist. Empfehlenswert wäre ein Grundkurs für Anfänger, die Übungen können aber später auch in Eigenleistung vollzogen werden.     

  • Kinder Yoga

Wer bei dem Stichwort Yoga an die klassischen, teilweise sehr komplexen Übungen für Erwachsene denkt und daher auf Abstand zu der Praktik geht, liegt falsch. Tatsächlich ist Kinder Yoga eine spielerische Abwandlung der traditionellen Entspannungsmethodik, die darauf abzielt, den Kids zu einer besseren Körperwahrnehmung zu verhelfen, zu erkennen, was ihnen guttut und die Atmung zu harmonisieren. Der Spaßfaktor steht ganz oben bei dieser Yoga-Version, denn die Kleinen sollen sich entspannen und von täglichen Stresssituationen lösen. Darum lernen die Kids solche Entspannungstechniken bildlich und ahmen Tiere wie „den Hund“ oder „den Löwen“ nach. Anfänger sollten sich dazu in Kursen einfinden, die ihnen die Anleitungen näherbringen, bevor Kinder Yoga auch im eigenen Heim angewandt werden kann. 

  • Fantasiereisen

Kinder haben bekanntlich eine lebhafte Fantasie und die können sie für ihre Entspannung nutzen. Fantasiereisen helfen, den Alltag hinter sich zu lassen und in der eigenen Traumwelt neue Kraft zu tanken. Dafür nimmt das Kind eine bequeme Position ein und bekommt von Eltern oder Therapeut eine anschauliche Geschichte erzählt, die genügend Raum für die Ideen der Kids hat.

  • Autogenes Training

Johannes Heinrich Schultz, ein Psychiater entwickelte einst das autogene Training, bei welchem eine Form der Selbsthypnose einsetzt, um sich in einen Zustand vollkommene Entspannung zu begeben. Dabei entsteht eine Art Trance durch gleichmäßige Atmung in Kombination mit der Vorstellung, dass der ganze Körper zunehmend schwerer und wärmer wird. Etwa zehn Minuten sollte diese Entspannungstechnik für Kinder durchgeführt werden, damit hektische Phasen einen Ausgleich erhalten.

  • Massagespiele

Massagen mit spielerischen Komponenten sind förderlich für die Konzentrationsfähigkeit und helfen, die taktile Wahrnehmung zu stärken. Voraussetzung ist die Bereitschaft der Kleinen, sich auf jene Praktiken einzulassen. Für einen größeren Effekt nutzen Therapeuten oft Gegenstände mit verschiedenen Texturen, darunter Schwämme oder Igelbälle, welche den Tastsinn und die Entwicklung der Kinder positiv beeinflussen. Massagespiele werden meistens mit Anleitung zur Eigenbehandlung absolviert, woraufhin die Kids jene Techniken bei sich selbst anwenden können.

Weiterhin finden sich Tastspiele zur besseren Wahrnehmung oder Stilleübungen, um verschiedenen Klängen zu lauschen, als anerkannte Konzepte. Welche Entspannungsmethoden für Kinder effizient sind und in welchem Rahmen sie durchgeführt werden, lässt sich zudem nicht verallgemeinern. Ein kreatives Kind spricht eher eine Fantasiereise an, aktive Kids bevorzugen Yoga. Kleinkinder brauchen außerdem leicht verständliche Anwendungen, Schulkinder können auch komplexere Zusammenhänge nachvollziehen. Genauso ausschlaggebend ist aber die optimale Vorbereitung der Entspannungssituationen.

Entspannungstechniken für Kinder – richtiges Umfeld als Basis der Erholung

Die Entspannung spielt bei Kindern eine tragende Rolle, denn nur ein Kind, das sich nicht mit Sorgen und Ängsten plagt, ist ein glückliches Kind. Entspannungsmethoden für Kinder helfen aber erst, wenn die passenden Vorbereitungen getroffen werden, damit die Therapie von den Kleinen angenommen wird. Im Zentrum steht die Zufriedenheit der Kids.

Eines der wichtigsten Kriterien ist dabei die Umgebung. Sie sollte auf die Kinder einladend wirken. Die Kleinen müssen sich wohlfühlen und etwas Positives mit den Räumlichkeiten verbinden, in denen die Entspannungsübungen stattfinden. Eine kindgerechte Einrichtung mit freundlichen, hellen Farben, bunten Bildern und einer gemütlichen Atmosphäre ist hier richtungsweisend. Dies weckt den Spieltrieb und die Entdeckungslust in den Kleinen, was dem Therapeuten als idealer Ansatz für die Behandlung dient.

Auch Rückzugspunkte sind von großer Bedeutung für die Therapie. Kuschelecken, in denen die Kids ihr Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit ausleben dürfen oder sich niederlassen können, wenn sie die Situation überfordert, unterstützen den Ablauf. Für den Fall, dass die Kinder bereits in der Lage sind, zu kommunizieren, sollte obendrein ein Gespräch geführt werden, das alle Abläufe klärt. Auf die Art verliert das Kind die Scheu und kann sich auf die kommenden Ereignisse einstellen.

Natürlich bietet es sich an, den Kleinen ebenfalls zu erlauben, das Lieblingsspielzeug mitzubringen, welches dann aktiv in die Anwendung integriert wird. Wann die Übungen zum Einsatz kommen, ist gleichermaßen wichtig, denn das Kind sollte nicht aus einem Spielenachmittag gerissen, während der Schlafzeiten gestört oder in Augenblicken der Erschöpfung zu den Techniken animiert werden.

Im Grunde folgen die Entspannungsmethoden für Kinder keinen strikten Vorgaben, wenn es um die Rahmenbedingungen geht. Wichtig sind lediglich die Wünsche der Kids. Dennoch gibt es viele Aspekte, die bei der Therapie bedacht werden müssen und ein hohes Potenzial für Fehler aufweisen. 

Entspannungstechniken Kinder

Entspannung für Kinder – durch fehlerhafte Anwendung zu geringerem Erfolg

Entspannungsübungen für Kinder sind ein nützliches Verfahren, um den Stresspegel bei Kindern und Jugendlichen zu verringern. Jedoch muss das Konzept mit Vorsicht absolviert werden. Wer den Kids folglich eine ganzheitliche Entspannung bieten möchte, sollte einige Regeln berücksichtigen, darunter:

  • Motivation statt Druck - Kinder dürfen zu keiner Zeit gezwungen werden, nur der freie Wille führt bei Entspannungsverfahren zum Erfolg
  • Einhaltung der Vorbildfunktion - wer selbst Gelassenheit ausstrahlt, überträgt diese auf seine jüngste Zielgruppe
  • Abwechslungsreichtum hat Priorität - Kinder brauchen wechselnde Elemente, um das Interesse an der Methodik zu bewahren
  • Nachvollziehbare Handlungen - Kinder müssen den Geschehnissen folgen können, damit sie ihre Scheu verlieren und die Anwendung annehmen
  • Kinder sind Individuen - Entspannungstechniken für die Kleinsten sollten nicht denselben Richtlinien folgen wie Praktiken für Erwachsene
  • Regelmäßigkeit steht vor Dauer - es ist wichtiger, dass das Kind die Übungen kontinuierlich wiederholt, um eine Verbesserung zu spüren. Auch wenige Minuten sind hilfreich, solange sie in gleichmäßigen Intervallen zum Einsatz kommen
  • Passende Zusatzqualifikation – nicht jeder Entspannungscoach hat auch die Kompetenz, Kinder zu betreuen

Gerade in Bezug auf Kinder sollten die Erwachsenen genauestens prüfen, ob der Trainer und das Prozedere für die Bedürfnisse des Kindes geeignet sind. Dies kann mitunter einige Zeit in Anspruch nehmen, stellt aber sicher, dass die Übungen auch einen Nutzen haben und die Kleinen keine negativen Erfahrungen machen. Der Ablauf bei den Entspannungsmethoden für Kinder gestaltet sich infolgedessen recht vielseitig. Dadurch liefert er jedem eine passende Zusammenstellung aus Ruhemoment und spielerischem Hintergrund.  

Entspannung Kinder – der Ablauf im Überblick

Entspannungsmethoden für Kinder unterstehen keinem festen Raster, denn jedes Konzept variiert in Dauer, Ziel und Ablauf. Trotzdem lässt sich ein allgemeiner Einblick in das jeweilige Verfahren festhalten, der den Eltern oder Angehörigen dient, um einen ersten Eindruck von der Praktik zu erhalten. So startet jede Entspannung Kinder mit einem Informationsgespräch, durch das sich der Experte ein besseres Bild von seinen kleinen Kunden machen kann und zugleich die Familie über sämtliche Besonderheiten aufklärt.

Die eigentliche Anwendung beruht infolgedessen auf einer engen Zusammenarbeit zwischen dem Therapeuten, den Kindern und Erziehungsberechtigten. Nur wenn jenes Netzwerk funktioniert, können die einzelnen Übungen Wirkung zeigen. Meistens empfängt der Profi die Kids in einer fröhlichen Umgebung, welche die Kleinen Willkommen heißt und zum Bleiben animiert. Ruhe und eine positive Grundhaltung seitens der Beteiligten sind hier eine der obersten Regeln. Die Kinder bekommen Zeit, alles um sie herum zu erkunden, dürfen Fragen stellen und sich langsam an die Anwendung herantasten.

Der Profi beginnt seine Behandlung immer im direkten Zusammenhang mit einer spielerischen Komponente, um die Kleinen ungezwungen in die Übungen einzubinden. Ferner dürfen sie bei jeder Aktion mitwirken, denn das fördert die Motivation und baut Ängste vor dem Ungewissen ab. Die Entspannungstechniken für Kinder können daraufhin wechseln. Gerne dürfen ebenso verschiedene Elemente integriert werden, damit die Entspannung auf facettenreiche Weise erzielt wird. Das ist besonders für Jüngere und Kinder mit Konzentrationsschwierigkeiten vorteilhaft, um dem Ablauf kontinuierlich folgen zu können.

Die Dauer ist dabei nicht festgelegt. Es können wenige Minuten sein oder eine halbe Stunde, abhängig davon wie aufnahmefähig und interessiert sich das Kind präsentiert. Innerhalb der vielseitigen Entspannungsübungen hält der Experte immer wieder Rücksprache mit den Kids, erkundigt sich nach deren Befinden, holt sich Feedback oder deutet eventuelle Anzeichen von Unwohlsein, sodass er schnellstens darauf reagieren kann. Ferner ist die positive Bestärkung von Bedeutung genau wie eine beständige Wertschätzung. Am Ende lässt der Therapeut die Behandlung wahlweise ruhig oder spielerisch ausklingen.

Sicher sind die Anwendungen kein Wundermittel, welches Stress oder psychische Probleme aufheben kann. Sie fungieren nur als begleitende Therapie und bauen auf vielen anderen Komponenten auf. Im Mittelpunkt steht die Ruhe des Alltags. Stammt der Stress von zu vielen Verpflichtungen, sollten jene minimiert werden, gibt es private Probleme oder schulischen Ärger gilt es diese Disharmonien auszugleichen, denn nur so können die Anwendungen langfristig erfolgreich sein.

Dann jedoch repräsentieren Entspannungsübungen für Kinder eine gewinnbringende Möglichkeit, die gesunde Entwicklung des Kindes zu begleiten und dessen ganzheitliches Wohlbefinden zu steigern.

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