07. Dezember 2022
Lesezeit ca. 9 Min.

Der Winter ist nicht nur die Zeit für kuschelige Abende vor dem Kamin oder besinnliche Momente bei heißem Tee, sondern leider auch oft die Saison, welche uns auf das Gemüt schlägt. Gerade Personen, die zu Stimmungsschwankungen oder mentalen Problemen neigen, haben es in der kalten Winterzeit oft schwer, die gute Laune zu bewahren und nicht in Melancholie oder sogar in Depressionen zu verfallen. In dem Zusammenhang gibt es allerdings einige simple Wege, dem Winterblues zu entgehen. Wir verraten Ihnen heute, warum wir im Winter eher zu negativen Gedanken tendieren, wie wichtig Glückshormone in der Winterzeit sind und wie Sie aktiv der Winterdepression entgegenwirken können.

Was ist eine Winterdepression?

Der Begriff Winterdepression steht symbolisch für jegliche Art von Stimmungsschwankungen, Melancholie, Antriebslosigkeit oder auch Erschöpfung, die sich klassischerweise immer in der Winterzeit zeigen. Dabei ergänzen für gewöhnlich noch weitere Symptome ein solches Stimmungstief, woraufhin die Betroffenen ernsthafte mentale Probleme entwickeln, die sich zum Teil auch in körperlichen Beschwerden äußern. Insgesamt ist eine Winterdepression wie ein Teufelskreis, bei welchem zahlreiche unterschiedliche Dysbalancen zusammenspielen und dazu beitragen, dass die Personen sich krank, unwohl und in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt fühlen. Eine depressive Stimmung im Winter erweist sich hierbei nicht etwa als Seltenheit, sondern betrifft ziemlich viele Personen immer wieder mit dem Wechsel der Jahreszeiten hin zu den kälteren, dunkleren Tagen.

Winterdepressionen sind übrigens keine Besonderheit, denn aus medizinscher Sicht gibt es sogar in jeder Jahreszeit Fälle von depressiven Menschen, sodass Mediziner oft den Fachbegriff SAD für saisonal abhängige Depressionen verwenden. Diese suchen Frauen mindestens dreimal so oft heim wie Männer. Diese Depressionen sind übrigens keine depressiven Erkrankungen, sondern eher eine Stimmungsschwankung, die für gewöhnlich mit dem Wechsel der Jahreszeitenwieder von alleine verschwinden können. Allerdings sollten Sie aufpassen, weil sich aus einer entsprechend harmlosen Depression schnell eine ernsthafte Erkrankung entwickeln könnte, insofern sich der Zustand regelmäßig verschlimmert und in eine chronische Dysbalance übergeht.

Welche Ursachen bei Winterdepressionen?

Meist handelt es sich bei der Winterdepression um eine Folge des Lichtmangels. Dieser wirkt sich auf unsere Physiologischen Prozesse im Körper aus. So produzieren wir weniger Serotonin, was als Glückshormon bekannt ist, sodass unsere Stimmung beeinträchtigt wird. Weiterhin kann sich Serotonin auf unseren normalen Wach-Schlaf-Rhythmus auswirken, woraufhin auch hier Veränderungen einsetzen. Die Lichtmenge, die wir aufnehmen, steuert aber ebenso unseren Melatonin Spiegel. Im Zuge dessen schüttet unsere Zirbeldrüse bei fehlendem Tageslicht ungehindert Melatonin aus und sorgt für ein Ungleichgewicht in unserem Biorhythmus. Wir werden schneller müde, sind erschöpfter und können uns nicht mehr solange konzentrieren. Dies erklärt auch den einsetzenden Heißhunger auf Süßigkeiten, denn der Serotoninmangel begünstigt einen solchen Appetit.

Wie erkenne ich eine Winterdepression?

Die Winterdepression lässt sich nicht allgemein an einem Symptom messen, denn jeder nimmt die Stimmungsschwankungen anders wahr. Allerdings gibt es verschiedene Warnsignale, die uns anzeigen, dass wir eventuell unter einer Winterdepression leiden, darunter:

  • Erschöpfung, Müdigkeit, ein starkes Bedürfnis nach mehr Schlaf und eine permanente Antriebslosigkeit
  • Fehlende Freude, Rückgang der positiven Gedanken, mehr Belastung und mentaler Druck
  • Frieren, innere Unruhe, Traurigkeit oder emotionale Leere
  • Heißhungerattacken, vermehrtes Bedürfnis nach Nahrungsmitteln wie Süßigkeiten oder Produkten mit vielen Kohlenhydraten
  • Stärkeres Nähe Bedürfnis, mehr Empfindsamkeit gegenüber Konflikten

Grundsätzlich müssen nicht alle Symptome bei einer Person auftreten, mitunter sind es auch nur ein oder zwei Anzeichen, die dann jedoch relativ stark ausgeprägt auftauchen. Insgesamt, lässt sich sagensollten Sie das Gefühl haben, dass Sie sich in der Winterzeit deutlich schwächer, angreifbarer, trauriger oder auch kränker fühlen, könnte dies ein Zeichen für eine Winterdepression sein.

Welches Vitamin für Winterdepressionen?

Depressionen im Winter müssen sich nicht zwingend nur zeigen, weil Sie mit der Jahreszeit nicht zurechtkommen. Stattdessen ist auch oft ein Nährstoffmangel der Grund für die Problematik. Insbesondere eine Unterversorgung mit Vitaminen wie den Sonnenvitamin D gilt als entscheidender Faktor, wenn sich Winterdepressionen zeigen. Daher empfiehlt es sich, auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung im Winter zu achten, die genügend Nährstoffe, Mineralien und besonders Vitamine enthält. Dadurch können Sie auch indirekt zu einer besseren Stimmung beitragen, weil sich manche Nährstoffe nachhaltig auf die Produktion von Glückshormonen auswirkt und zugleich die Ausschüttung von negativen Hormonen wie Stresshormonen im Überfluss hemmen. Gerade Vitamin D ist eng mit Depressionen verbunden, denn je stärker ein Mangel an Vitamin D, umso deutlicher wird die depressive Stimmung. Obendrein helfen die B Vitamine, das Nervensystem und seine normale Funktion zu unterstützen, sich positiv auf die psychische Verfassung auswirken kann.

Was fehlt dem Körper bei Depressionen?

Menschen, die an Depressionen wie der Winterdepression leiden, haben oftmals eine Unterversorgung an Nährstoffen, die für die Gehirnaktivität verantwortlich sind wie Vitamin B12, B6, D, Folsäure, Magnesium oder auch Omega-3- Fettsäuren. Dadurch entsteht eine permanente Stress-Situation, die für hormonelle Veränderungen und Umstrukturierungen des Immunsystems verantwortlich ist, was sich wiederum auf die mentale Verfassung auswirkt und Depressionen begünstigen könnte.

Winterdepression vermeiden -- Vitamine
© Liliya Trott - stock.adobe.com

Wie kann man Winterdepressionen vermeiden?

Winterdepressionen lassen sich auf verschiedene Arten vermeiden, vor allem aber durch eine gesunde und positive Einstellung. Weitere Tipps gegen Winterdepressionen sind unter anderem:

1. Eine Lichttherapie

Helles Licht als sehr erfolgreiches Mittel bei Winterdepressionen. Gerade Speziallampen, die auch bei einer Lichttherapie angewandt werden, sind hier sehr gut zu verwenden. Sie bringen eine Beleuchtungsstärke von bis zu 10.000 Lux, während ihr Lichtspektrum dem Sonnenlicht gleicht und den Organismus positiv begleitet. In etwa 30 Minuten täglich oder aber, wenn eine noch schwächere Lichtquelle mit 2500 Lux gewählt wird, zwei Stunden pro Tag sind wichtig, damit unser Körper seinen gewohnten Rhythmus bewahrt. Die Lichttherapie empfiehlt sich diesbezüglich morgens. Als Alternative wäre Tageslicht sinnvoll, denn schon zwei Stunden in der Natur helfen, genügend Licht an unseren Organismus abzugeben. Die Beleuchtungsstärke liegt bei etwa 3000 Lux und ist im Vergleich zu der Lichtquelle im Inneren mit maximal 500 Lux deutlich effizienter für ein gesundes mentales Gefühl.

2. Bewegung gegen Winterdepressionen

Auch körperliche Aktivitäten sind sehr wichtig, damit Sie die Winterdepression vermeiden. Sport hilft Ihnen, die Hormone auszuschütten, welche Ihre Stimmung steigern und Sie werden daher Ihre mentale Schwere loswerden können. Ein leichtes Jogging, ein ausgedehnter Spaziergang im Freien, ein Indoor-Workout im Fitnessstudio: Sie haben die Wahl, welche Sportvariante Sie bevorzugen. Insgesamt sollten Sie aber darauf achten, dass Sie sich im Winter ausreichend und regelmäßig bewegen, damit Ihr Körper gegen die Winterdepression ankämpfen kann.

3. Regelmäßige Auszeiten

Im Winter braucht unser Körper aber als Ausgleich auch Ruhe. Das bedeutet, Sie sollten sich niemals zu viel zumuten, sondern eher Entschleunigung in Ihren Alltag integrieren. Nehmen Sie sich Möglichkeiten zur ganzheitlichen Entspannung, betreiben Sie Wellness im Winter, entscheiden Sie sich für eine wohltuende Massage, gönnen Sie Ihrem Körper genügend Schlaf und sorgen Sie dafür, dass ausreichend Erholungsphasen vorhanden sind, damit Sie nicht in eine permanente Spirale der Überbelastung geräts und somit die Winterdepression hervorrufst. Sie könnte dann sogar ernsthafte Ausmaße wie ein Burn-Out mit sich bringen und Sie für einige Zeit vollkommen lahmlegen.

4. Aromen und Inspirationen

Winterdepressionen lassen sich auch bekämpfen, indem Sie für positive Gedanken an etwas sorgen, was Ihnen Freude bereitet und Sie von der winterlichen Zeit ablenkt. So könnten Sie zum Beispiel durch Duftreisen mit passenden Aromen, Musik, die gute Laune macht, tanzen als Kombination aus Bewegung und positiven Schwingungen sowie helle Farben in Ihrem Umfeld dazu beitragen, dass Sie sich ausgeglichener fühlen, an sommerliche Tage denken und generell eine Zufriedenheit verspüren. Diese verhindert eine Winterdepression und trägt obendrein dazu bei, dass sich keine negativen Gedanken bilden.

5. Mittel aus der Natur

Insofern Sie merken, dass Sie für Ihre Bekämpfung für Winterdepressionen eventuell auf Unterstützung angewiesen sind, bietet sich ein Mittel aus der Naturheilkunde an. Johanniskraut wäre sinnvoll, denn jenes Naturmittel ist ein regelrechter Stimmungsaufheller, der Sie darin unterstützen soll, mehr positive Schwingungen frei zu setzen. Außerdem sorgt Johanniskraut für eine erhöhte Lichtempfindlichkeit, was Ihnen hilft, Ihre Serotoninproduktion zu verbessern und Sie insgesamt mental zu kräftigen. Allerdings sollten Sie vorsichtig sein, denn ebenso könnte es sein, dass die gesteigerte Lichtempfindlichkeit für Hautausschläge sorgt oder aber die Wirkung von anderen Medikationen durch das Johanniskraut geschwächt wird. Insofern Sie also auf weitere Medizin angewiesen sind, wäre es ratsam, zunächst Rücksprache mit einem Arzt zu halten.

Winterdepression vermeiden -- Johanniskraut
© printemps - stock.adobe.com

6. Treffen mit Freunden

Auch positive Gedanken sind gut für den Kampf gegen die Winterdepressionen. Das heißt, Sie sollten sich im Winter möglichst viele schöne Momente schaffen, die Sie durch ein soziales Umfeld erreichen. Treffen Sie sich mit Freunden und Familie, gehen Sie Ihren Hobbys nach und sorgen Sie dafür, dass Sie unvergessliche Erinnerungen erhalten, die Sie darin unterstützen, positiv zu denken und Glücksgefühle freizusetzen.

Leidet jeder Mensch unter Winterdepressionen?

Nein, Winterdepressionen treffen nicht jede Person, sondern mehr Menschen, die generell ein empfindsames Gemüt haben, vielleicht seelisch vorbelastet sind oder denen es schwerfällt, mit den winterlichen Gezeiten zurecht zu kommen. Außerdem müssen Winterdepressionen nicht jedes Jahr einsetzen. Es könnte genauso gut sein, dass Sie nur einmalig oder in verschiedenen Intervallen einer Winterdepression leiden. Hier kommt es darauf an, wie gefestigt Sie in Ihrem Alltag sind und wie erfolgreich bzw. anstrengend Ihr gesamtes Jahr war. Hatten Sie bereits einige negative Ereignisse zu verkraften, sind vielleicht lange krank gewesen oder es sind generell viele Sorgen vorhanden, reagiert Ihr Körper deutlich schneller auf Wetterveränderungen und entwickelt eher eine Winterdepression als wenn Sie ein absolut erfolgreiches Jahr mit vielen großen Meilensteinen privat oder beruflich hinter sich haben.

Insgesamt sollten Sie natürlich das ganze Jahr über bereits darauf achten, dass Sie nicht in eine depressive Stimmung verfallen. Sport, eine gesunde Ernährung, ein optimales Stressmanagement und vor allem Ruhe sowie Sozialkontakte helfen Ihnen, eine mentale Stärke aufzubauen. Gemeinsam mit den erwähnten Tipps können Sie dann garantiert auch die Winterdepression vermeiden.

Über den Autor
Autorenbild Ulrich Pötter
Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

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Profilbild von Heike Regenberg
vor einer Woche
Ich kann dieses Seminar und besonders die Dozentin Diana von Herzen weiterempfehlen. Diana ist ein unglaublich herzlicher, empathischer und kompetenter Mensch. Sie hatte während des gesamten Kurses immer ein Lächeln im Gesicht und schaffte es, eine angenehme und entspannte Lernatmosphäre zu schaffen. Besonders beeindruckt hat mich, wie aufmerksam sie auf die Teilnehmer eingegangen ist. Sie merkte sofort, wenn die Konzentration nachließ oder wir etwas müde wurden, und schaffte es mit ihrer motivierenden Art immer wieder, alle zu begeistern und mitzunehmen. Ihre Leidenschaft für das Thema ist in jeder Minute spürbar. Sie vermittelt ihr Wissen mit viel Freude, Geduld und Authentizität. Man merkt einfach, dass dieser Beruf ihre Berufung ist und sie ihn mit ganzem Herzen lebt. Vielen Dank für diese wunderbare Zeit und die vielen wertvollen Erfahrungen. Diana ist eine Dozentin, die man so schnell nicht vergisst!
Heike Regenberg
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vor 2 Wochen
Der Ablauf verlief ohne jegliche Komplikationen. Die Lehrkräfte und Dozenten waren äußerst freundlich. Die Korrekturen erfolgten stets in kürzester Zeit. Auf Anfragen erhielt ich prompt und kompetent Rückmeldungen. Ich beabsichtige, mich auch zukünftig für Studiengänge an dieser Institution anzumelden und diese dort zu absolvieren. Meine Zufriedenheit ist hoch, weshalb ich diese Einrichtung uneingeschränkt weiterempfehlen kann.
Ab Ab
Profilbild von Elvira L
vor einem Monat
Ich bin leider sehr enttäuscht von diesem Kurs. Die Inhalte haben meine Erwartungen in keiner Weise erfüllt, weder qualitativ noch inhaltlich. Zudem wirkte die Struktur unklar und wenig durchdacht. Besonders negativ hervorzuheben ist der Umgang mit meiner Anfrage bezüglich einer Rückerstattung. Trotz meiner berechtigten Kritik wurde auf mein Anliegen nicht eingegangen, und ich habe keine zufriedenstellende Rückmeldung erhalten. Insgesamt würde ich diesen Kurs daher nicht empfehlen. Heute habe ich sogar so ein günstiges Angebot entdeckt, dass ich damals leider nicht gehabt habe. Ich hätte mir hier deutlich mehr Entgegenkommen und Transparenz gewünscht.
Elvira L
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vor 3 Monaten
Ein wirklich ansprechendes Seminar mit ausgewogenen Praxis-& Theorieanteil. Die Dozenten und Dozentinnen sind kompetent und darüber hinaus auch menschlich und nahbar. Gute Vibes unter den Lehrenden. Es wurde viel gelacht und ein respektvoller Umgangston wurde stets gewahrt. Die Kommunikation ist für uns Teilnehmenden während des Seminars nur über die Chatfunktion möglich, was einerseits den Vorteil hat, dass die Vortragenden nicht unterbrochen werden können, keine Störgeräusche. (das war für mich als Teilnehmerin sehr angenehm, denn auch mein eigener Gedankenfluss wurde nicht unterbrochen und ich konnte dem Thema gut folgen). Andererseits gehen einige Fragen manchmal leider unter und werden übersehen. Das war ein bisschen frustrierend. Gefallen hat mir zudem, dass am Ende betont wurde, dass wir uns bei zukünftigen Fragen immer wieder bei der Akademie melden können. Sehr sympathisch. Ich empfehle dieses Seminar herzlich gerne.
Marfuli
Profilbild von Laura L.
vor 6 Monaten
Sehr empfehlenswert! Der Seminarraum war sauber und gut ausgestattet (Hanteln, Bänke etc.). Besonders positiv hervorheben möchte ich den Prüfer Ralf Stirpeik: Er war sehr freundlich, hat eine entspannte Atmosphäre geschaffen und alle Inhalte verständlich erklärt. Zudem wurden alle Fragen zur Prüfung in der Gruppe ausführlich besprochen. Insgesamt ein sehr professioneller Ablauf und angenehmer Aufenthalt. Danke dafür 👋🏼
Laura L.