02. Juni 2022
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Die wichtigsten Akupressurpunkte der Hand liegen knapp unter der Hautoberfläche entlang der TCM-Leitbahnen — besonders bekannt ist der Punkt Hegu (Dickdarm 4) in der Falte zwischen Daumen und Zeigefinger. Sie aktivieren diese Punkte, indem Sie mit Daumen oder einem Akupressurstab für etwa fünf Sekunden bis maximal zwei Minuten gleichmäßigen, schmerzfreien Druck ausüben und den Druck langsam auf- und wieder abbauen. So lassen sich Energieblockaden lösen und das allgemeine Wohlbefinden sanft unterstützen.

Key Facts – Akupressur der Hand

  • Lage: Die Akupressurpunkte liegen direkt unter der Haut entlang der TCM-Leitbahnen — rund 350 Punkte auf etwa 12 Meridianen, viele davon im Handbereich.
  • Wichtiger Punkt: Hegu (Dickdarm 4) sitzt in der Hautfalte zwischen Daumen und Zeigefinger und gilt als einer der bekanntesten Druckpunkte.
  • Druck & Dauer: Gleichmäßiger, schmerzfreier Druck für etwa fünf Sekunden bis maximal zwei Minuten — langsam aufbauen, halten, behutsam lösen.
  • Anwendungsfelder: Entspannung, bessere Durchblutung, Energieschub, mehr Konzentration, Lösen von Verspannungen und Energieblockaden.
  • Eigenanwendung: Gut allein durchführbar — nur Grundwissen, etwas Zeit und Einfühlungsvermögen nötig.
  • Vorsicht: Nicht auf offenen Wunden, frischen Narben oder Entzündungen; bei Vorerkrankungen, in der Schwangerschaft oder bei Schmerzen vorher den Arzt fragen.

Akupressurpunkte Hand: So wirkt die Druckpunktstimulation

Eine Akupressur an der Hand ist eine bewährte Anwendung der traditionellen chinesischen Medizin, bei welcher mit gezielten Stimulationen der Akupressurpunkte innerhalb der Handregion verschiedene körperliche und mentale Effekte freigesetzt werden.

Die Methode geht auf das TCM-Konzept zurück, welches seit mehr als 5000 Jahren innerhalb der fernöstlichen Weisheiten erfolgreich praktiziert wird. Mit wenigen Handgriffen ohne großen Schwierigkeitsaufwand soll die Akupressur der Hand dazu beitragen, den Energiefluss innerhalb des Organismus (QI) zu aktivieren oder eine Harmonisierung zu begünstigen. Die traditionelle chinesische Medizin nimmt dafür an, dass sich die Energie in unserem Körper über die unterschiedlichen Leitbahnen verteilt. Dafür besitzen wir rund 12 Meridiane, die spiegelbildlich zu beiden Körperseiten in Längsrichtung verlaufen und je ein bestimmtes Organ oder auch eine Organgruppe durchfließen. Jene sind miteinander fest verbunden. Auf diesen Leitbahnen zeigen sich circa 350 unterschiedliche Akupressurpunkte, welche durch einen sanften Druck positiv beeinflussbar sind. Das bedeutet, wer einen der Punkte mittels Massagen und Druckpunktstimulationen anregt, sorgt für eine Weiterleitung der Energie über die Leitbahnen an die jeweiligen Organe/Organgruppen in einem bestimmten Körperbereich. Dadurch können Beschwerden gelindert und das ganzheitliche Wohlbefinden positiv unterstützt werden. Vorausgesetzt natürlich, Sie kennen die Akupressurpunkte und wissen, wie Sie eine passende Anwendung durchführen sollen.

Wichtig zur Einordnung: Die Vorstellung von Meridianen und Energieflüssen stammt aus der TCM-Tradition und ist wissenschaftlich nicht belegt. Die Akupressur der Hand verstehen wir daher als sanfte Wellness- und Entspannungstechnik — nicht als Ersatz für eine ärztliche Behandlung.

Wo liegen die Akupressurpunkte der Hand?

Die Akupressurpunkte im Handbereich befinden sich unmittelbar unter der Oberfläche der Haut. Sie können sie leicht ertasten, insofern sich dort eine Blockade eingestellt hat, weil sie dann etwas verhärtet sind. Ansonsten gibt es entsprechende Darstellungen wie die unten angeführte Abbildung oder auch Videoanleitungen sowie Akupressur Handschuhe oder Poster, durch die Sie die einzelnen Druckpunkte problemlos lokalisieren können.

Zur schnellen Orientierung finden Sie hier die wichtigsten Akupressurpunkte der Hand in der Übersicht – mit ihrer Lage und dem typischen Anwendungsbereich:

Punkt (TCM)Lage an der HandTypische Anwendung
Dickdarm 4 – HeguIm Muskelwulst zwischen Daumen und ZeigefingerKopfschmerzen, Verspannungen, Zahnschmerz
Herz 7 – ShenmenHandgelenksfalte an der KleinfingerseiteInnere Unruhe, Beruhigung, Einschlafhilfe
Perikard 8 – LaogongMitte der HandflächeStress, Nervosität, innere Hitze
Perikard 6 – NeiguanInnenseite, ca. drei Fingerbreit über der HandgelenksfalteÜbelkeit, Reiseübelkeit, Magendruck
Dünndarm 3 – HouxiHandkante unterhalb des kleinen FingersNacken- und Rückenverspannungen
Lunge 10 – YujiAm Daumenballen (Übergang rote/weiße Haut)Halskratzen, Hustenreiz
Schematische Darstellung der Reflexzonen und Akupressurpunkte der Hand
© gillsans - stock.adobe.com

Das Equipment gibt es im Internet in unterschiedlichen Preisklassen und Ausfertigungen zu kaufen. Bei Akupressurhandschuhen wäre darauf zu achten, dass jene die richtige Größe haben und alle wichtigen Druckpunkte kennzeichnen, die Sie für die Durchführung benötigen. Auch das Material sollte für Sie eine entscheidende Rolle spielen, um die Hautfreundlichkeit und eine angenehme Anwendung zu gewährleisten. Ein Beispiel für entsprechende Handschuhe haben wir Ihnen beigefügt.

Handschuhe für Reflexzonenmassage und Akupressur der Hände / Amazon

Wenn Sie dagegen lieber mit Postern arbeiten, auf denen die Reflexzonen verzeichnet sind, dann sollten Sie eine Darstellung mit möglichst vielen Akupressurpunkten und passenden Erläuterungen wählen, die Sie verstehen und nach der Sie gut arbeiten können. Wieder haben wir Ihnen ein Beispiel angefügt!

Sport-Tec Reflexzonen Hand Poster Anatomie 70x50 cm medizinische Lehrmittel / Amazon

Bedenken Sie: Diese Beispiele sind keine Kaufempfehlungen, sondern dienen lediglich der Veranschaulichung! Sie müssen selbst entscheiden, ob und wie Sie sich das richtige Equipment zulegen, um eine Akupressur der Hand zu absolvieren.

Was bewirkt die Akupressur der Hand?

Die Akupressurpunkte der Hand haben unterschiedliche positive Effekte. Insgesamt ist die Anwendung eine Hilfe zur Steigerung der Selbstheilungskräfte. Das bedeutet, die gezielten Druckpunktstimulationen regen den Organismus dazu an, seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren und somit gegen die verschiedensten Dysbalancen anzukämpfen. Die Akupressurpunkte können dabei für eine Verbesserung der Durchblutung, einen Energieschub, mehr Konzentrationsfähigkeit oder positive Stimmung sorgen.

Ihnen ist sicherlich bekannt, dass Berührungen grundsätzlich für Glücksgefühle sorgen. Sie schütten Serotonin aus und begünstigen, dass wir uns geborgen, geliebt und willkommen fühlen. Genau dies kann auch die Akupressur unterstützen, indem das sanfte Streicheln, Kneten, Drücken und Reiben der passenden Punkte ein ganzheitliches Wohlbefinden hervorrufen.

Wer die ganze Hand einbeziehen möchte, ergänzt die punktuelle Akupressur ideal mit einer sanften Handmassage, die Muskeln, Gelenke und Haut gleichmäßig entspannt.

Weiterhin gelingt es durch die Akupressurpunkte, das innere Gleichgewicht wiederherzustellen, Disharmonien im Körper aufzuheben und einen wertvollen Beitrag dazu zu leisten, dass die ungleichmäßige Verteilung ausgeglichen wird. Somit lösen sich die Energieblockaden und Sie fühlen sich wieder harmonisierter. Zudem gelingt es, den Organismus dazu zu animieren, seine Selbstheilungskräfte freizusetzen und sich aktiv gegen eventuelle Beschwerden zu wehren. Eine Linderung des Schmerzes, die Aufhebung von Verkrampfungen oder Verhärtungen sowie die verbesserte Leistungsfähigkeit sind hierbei nur einige Effekte, die sich durch eine Akupressur der Hand einstellen könnten.

Auf körperlicher Ebene gelingt es durch gezielte Druckpunktstimulationen auch, Verspannungen zu lockern und Muskelverhärtungen sanft zu lindern. Als zusätzlicher Vorteil fördern Sie mit der Akupressur Ihrer Hand die Handpflege, weil Sie das Verfahren für gewöhnlich unter Verwendung wohltuender Massageöls oder einer Massagecreme einsetzen. Dies kann sich positiv auf Ihre Geschmeidigkeit sowie Elastizität der Haut auswirken.

Übersicht möglicher Anwendungsfelder der Handakupressur mit beschrifteten Akupressurpunkten
© sandalphonarts - stock.adobe.com

Die obige Abbildung ordnet einzelnen Akupressurpunkten verschiedene Anwendungsfelder zu. Hier die wichtigsten Begriffe aus der Grafik in deutscher Übersetzung:

  • Acupressure points — Akupressurpunkte
  • Migraine — Migräne
  • Arthritis — Arthritis
  • Asthma — Asthma
  • Colds — Erkältungen
  • Menstrual cramps — Menstruationsbeschwerden
  • Depression — Depression
  • Insomnia — Schlaflosigkeit
  • Hypertension — Hypertonie
  • Nausea — Brechreiz
  • Sperm count — Spermienanzahl

Wir möchten jedoch darauf hinweisen, dass eine Akupressur der Hand unter die Präventionstechniken geht. Daher sind jegliche Aussagen zu der Wirkung einer entsprechenden Methode nicht eindeutig belegbar, sondern können von Person zu Person unterschiedlich ausfallen. Manche empfinden die Stimulation der Akupressurpunkte als erholsam oder gesundheitsfördernd, andere wiederum verspüren vielleicht gar keine oder nur sehr leichte Verbesserungen des Allgemeingefühls.

Woran erkenne ich verhärtete Triggerpunkte?

Die verhärteten Akupressurpunkte lassen sich leicht erkennen, denn sie fühlen sich an wie kleine harte Knubbeln unter der Haut. Mitunter zeigen sich auch leichte Druckschmerzen bei Berührung der Punkte, Bewegungseinschränkungen in jenem Bereich oder eine erkennbare Wölbung innerhalb dieser Handregion.

Die verhärteten Punkte der Hand sind wie ein Spiegelbild Ihrer gesundheitlichen Situation. Insofern sich Ihr Körper und Ihre die Seele im Gleichgewicht befinden, wird sich auch Ihre Hand als geschmeidige, weiche Oberfläche darstellen, die wenig Schmerzen verursacht und eine vollkommene Bewegungsfreiheit hat. Falls Sie jedoch kleine Verknotungen unter der Haut spüren, Schmerzen haben oder sich winzige Wölbungen abzeichnen, sind dies Warnsignale dafür, dass die Triggerpunkte verhärtet zu sein scheinen. Dann gilt, je eher Sie mit einer Akupressur der Hand beginnen, desto erfolgreicher lassen sich die Verhärtungen aufheben und Ihr Organismus bei seinem ganzheitlichen Wohlbefinden nachhaltig begleiten.

Welche Voraussetzungen hat eine Akupressur der Hand

Um die Akupressur der Hand erfolgreich zu absolvieren gelten folgende Grundregeln:

  • Vermeiden Sie zu starken Druck, die Akupressur darf nicht schmerzen
  • Verzichten Sie auf die Anwendung bei vorliegenden Erkrankungen
  • Auf offenen Wunden, frischen Narben oder Entzündungen darf keine Druckpunktstimulation erfolgen
  • Achten Sie auf rhythmisches Intensivieren und Lösen des Drucks
  • Setzen Sie auf kurzweilige Anwendungen statt ausgedehnte Akupressuren, die den Druckpunkt unnötig überstrapazieren

Gibt es Nebenwirkungen bei Handakupressuren?

Eine Akupressur der Hand hat im Allgemeinen keinerlei Nebenwirkungen, weshalb sie sich auch für Anfänger eignet. Gelegentlich treten leichte Blutergüsse, blaue Flecken oder Schmerzen an den Stellen auf, die stimuliert wurden. Dies ist entweder einer zu intensiven Druckstärke oder der Überempfindlichkeit der Haut geschuldet, verschwindet aber nach einiger Zeit von alleine wieder.

Weiterhin können sich kurzzeitige Symptome wie Hitzegefühle, Unwohlsein, Schwindel oder Erschöpfung einstellen, die jedoch eher ein Zeichen dafür sind, dass der Organismus auf die Anwendung reagiert. Sie kommen äußerst selten bei einer Handakupressur vor, sind harmlos und lassen sich mit etwas Ruhe schnell wieder aufheben. Voraussetzung hier wäre natürlich, dass die Person frei von Vorerkrankungen oder ernsthaften Beschwerden wie Entzündungen ist. In solchen Fällen wäre eine Akupressur der Hand nicht durchführbar.

Wie stimuliere ich die Akupressurpunkte der Hand?

Die Akupressurpunkte der Hand stimulieren Sie durch verschiedene Techniken. So können Sie die klassische Druckpunktstimulation nutzen, indem Sie die bestimmten Punkte für einen kurzen Moment gezielt durch Druck aktivieren oder Sie entscheiden sich für Klopfungen, Knetungen oder Reibungen.

Die Akupressurpunkte an der Hand richtig zu stimulieren ist kein Hexenwerk, Die einzelnen Techniken, die Sie verwenden, sind vorgegeben. So sollten Sie in erster Linie auf die bekannten Druckpunktstimulationen Wert legen, welche die einzelnen Reizpunkte unter der Haut anregen. Dies gelingt mittels kräftiger, durchgehender Ausübung von Druck für etwa fünf Sekunden bis maximal zwei Minuten. Bedenken Sie hierbei, je intensiver Sie drücken, umso entspannender wird die Anwendung am Ende sein.

Handakupressur: Stimulation eines Druckpunkts mit dem Daumen
© STUDIO GRAND WEB - stock.adobe.com

Geht es Ihnen jedoch nicht hauptsächlich um die Erholung, sondern eher darum, vorhandene Dysbalancen aufzuheben, wäre es ratsam, sanfter vorzugehen. Je vorsichtiger Sie die Druckpunkte stimulieren, desto intensiver regen Sie die unterschiedlichen Körperfunktionen an und unterstützen die Selbstheilungskräfte.

Oberstes Ziel ist immer das Aufheben der Blockaden innerhalb der Meridianbahnen und die Wiederherstellung eines ungestörten Qi-Flusses. Alternative Praktiken mit denen Sie die Stimulation der Druckpunkte durchführen, sind dann leichte Klopfungen auf den Reizpunkten, gleichmäßige, rhythmische Reibungen über den Bereich oder auch behutsame sowie etwas kraftvollere Knetungen. Sie verbinden klassische Massagetechniken mit der Akupressur der Hand.

Wichtig wäre dabei zu wissen, dass die reine Akupressur sich nur auf die Triggerpunktstimulation bezieht und keine anderen Praktiken beinhaltet. Da es jedoch um eine ganzheitliche Wellnessanwendung geht, sollten Sie die erwähnten Techniken in Ihr Konzept einbringen, um die Druckpunktstimulation passend abzurunden und den positiven Effekt für Ihren Organismus zu verstärken.

Ulrich Pötter, staatlich anerkannter Therapeut
Mein Expertenrat aus 20+ Jahren Praxis als staatlich anerkannter Therapeut:

Bei der Handakupressur entscheidet die Dosierung über den Erfolg — nicht die Kraft. Bauen Sie den Druck über rund drei Sekunden langsam auf, halten Sie ihn gleichmäßig und lösen Sie ihn ebenso behutsam wieder; ein abruptes Drücken bringt nichts und kann unangenehm werden. Wichtiger als eine einzelne intensive Sitzung ist die Regelmäßigkeit: lieber täglich ein paar Minuten als einmal pro Woche eine lange Anwendung. Und sobald ein Punkt wirklich schmerzt, nehmen Sie den Druck zurück — Akupressur soll sich angenehm anfühlen.

Akupressurpunkte der Hand erfolgreich aktivieren

Für die Akupressur der Hand suchen Sie sich einen ruhigen, gemütlichen Platz, an dem Sie entspannen können. Erwärmen Sie Ihre Hände durch ein Bad, was die Muskulatur lockert. Streichen Sie dann mehrere Male sanft und gleichmäßig über Ihre Hände, um sie auf die bevorstehende Anwendung vorzubereiten. Im Anschluss ertasten Sie Schritt für Schritt die Akupressur. Üben Sie auf jeden der Punkte einen gezielten Druck mit dem Daumen oder aber einem Akupressurstab aus.

Wenn Sie lieber mit einem Hilfsmittel arbeiten möchten, statt nur mit dem Daumen zu drücken, eignet sich ein Akupressurstab. Drei gängige Beispiele zur Veranschaulichung:

Akupressurstift aus Naturstein Akupressur Stab Stäbchen / Amazon

REMOS Akupressurstift & Meridianstift Edelstahl Länge 13 cm Kugel Ø 2.5/6 mm / Amazon

Massagestäbchen aus Hartholz Massage Stab Handarbeit / Amazon

Dieser sollte aus hochwertigem Material sein (Naturstein, Holz, Metall), eine gute Haptik besitzen und eine ergonomische Form aufweisen, damit Sie ihn gewinnbringend nutzen können. Achten Sie darauf, dass Sie bei Verwendung eines solches Equipments vorsichtig agieren, weil Sie die Stärke des Drucks nicht selbst spüren, wie bei der manuellen Stimulation über Ihre Hände.

Hierbei gilt: Druckpunktstimulation für etwa 3 Sekunden langsam aufbauen, in identischer Intensität für rund 30 Sekunden aufrechterhalten, danach behutsam den Druck lösen und zum nächsten Punkt wandern. Beginnen und beenden Sie die Akupressur niemals abrupt, sondern fließend.

Druckpunktstimulation der Hand mit einem Akupressurstab
© wildworx - stock.adobe.com

Verweilen Sie auf verhärteten Druckpunkten etwas länger und sparen Sie die Triggerpunkte aus, die Sie nicht aktivieren möchten. Am Ende lassen sich wieder leichte Streichungen nutzen, um die Anwendung abzuschließen. Ruhen Sie Ihre Hände für eine Weile aus und halten Sie sie dabei gut warm, zum Beispiel durch Wärmekissen, weiche Handschuhe oder eine Decke. Wiederholen Sie die Akupressur anfangs regelmäßig, bis sich die Beschwerden verringern und wenden Sie sie dann nach Bedarf an.

Akupressur der Hand selber durchführen?

Eine Akupressur an der Hand lässt sich problemlos in Eigenleistung durchführen. Hierzu empfiehlt es sich, ein gewisses Grundmaß an Kenntnissen um die Methode sowie die Akupressurpunkte zu besitzen. Auch Einfühlungsvermögen und ausreichend Zeit für eine erholsame Anwendung sind vorteilhaft.

Person stimuliert in Eigenanwendung die Akupressurpunkte der eigenen Hand
© HappyHaus - stock.adobe.com

Die Akupressurpunkte der Hand bieten sich an, um die Selbsthilfe zu fördern. Je nach vorliegender Problematik stimulieren Sie die dazu gehörigen Punkte für wenige Sekunden oder 1-2 Minuten, damit sich eine spürbare Besserung einstellt. Hierzu sollten Sie natürlich die einzelnen Akupressurpunkte auf der Hand kennen. Dies gelingt entweder durch vorhandenes Fachwissen, eine Tafel, welche die einzelnen Reflexzonen darstellt und an der Sie sich orientieren können oder aber durch Akupressurhandschuhe, wie oben erwähnt.

Wir möchten an dieser Stelle erneut darauf hinweisen, dass die Akupressur der Hand in einer Selbstanwendung lediglich für gesunde Menschen bestimmt ist, die nach Erholung oder einer positiven Unterstützung bei leichten Disharmonien suchen. Sollten Sie unter ernsthaften Beschwerden, Vorerkrankungen oder Schmerzen leiden, empfiehlt es sich, zunächst einen Arzt aufzusuchen und die gesundheitliche Situation abzuklären.

Ganz gleich, ob Sie die Akupressurpunkte der Hand in einer Selbstanwendung stimulieren oder sich für eine professionelle Durchführung bei einem Experten entscheiden. Mit einer gezielten Anwendung gelingt es Ihnen, Ihre innere Mitte aufrechtzuerhalten sowie körperliche und mentale Dysbalancen auf natürliche Weise zu lindern.

Fazit

Die Akupressur der Hand ist eine sanfte, leicht erlernbare Wellnesstechnik aus der traditionellen chinesischen Medizin. Wenn Sie die Grundregeln beachten — schmerzfreier Druck, langsames Auf- und Abbauen, regelmäßige kurze Anwendungen und Aussparen von Wunden, Narben oder Entzündungen —, können Sie die Druckpunkte gefahrlos selbst stimulieren und so Entspannung, Durchblutung und Wohlbefinden unterstützen. Die zugrunde liegenden Meridian-Vorstellungen sind wissenschaftlich nicht belegt; verstehen Sie die Handakupressur daher als wohltuende Ergänzung, nicht als Ersatz für ärztlichen Rat bei ernsthaften Beschwerden. Wer die Technik fundiert und professionell erlernen möchte, findet im WHI-Heimstudium eine strukturierte Anleitung mit Zertifikat.

Häufige Fragen zur Handakupressur

Wo liegt der wichtigste Akupressurpunkt der Hand?

Einer der bekanntesten Punkte ist Hegu (Dickdarm 4). Er liegt in der Hautfalte zwischen Daumen und Zeigefinger, auf dem höchsten Punkt des Muskels, wenn Sie beide Finger zusammendrücken. Insgesamt sitzen die Handpunkte direkt unter der Haut entlang der TCM-Leitbahnen.

Wie lange und wie stark soll ich auf einen Punkt drücken?

Üben Sie gleichmäßigen, schmerzfreien Druck aus — etwa drei Sekunden langsam aufbauen, rund 30 Sekunden bis maximal zwei Minuten halten und dann behutsam lösen. Wird die Akupressur unangenehm oder schmerzhaft, ist der Druck zu stark.

Wie oft kann ich die Handakupressur anwenden?

Anfangs gern regelmäßig, zum Beispiel täglich ein paar Minuten, bis sich eine Besserung einstellt — danach nach Bedarf. Kurze, regelmäßige Anwendungen wirken angenehmer als seltene, sehr lange Sitzungen.

Hat die Handakupressur Nebenwirkungen?

Bei gesunden Menschen ist sie sehr nebenwirkungsarm. Gelegentlich treten leichte Druckstellen, blaue Flecken oder kurze Hitzegefühle, Schwindel bzw. Müdigkeit auf — meist harmlos und schnell vorüber. Auf offenen Wunden, frischen Narben oder Entzündungen darf nicht gedrückt werden.

Darf ich Handakupressur in der Schwangerschaft oder bei Erkrankungen machen?

Bei Vorerkrankungen, akuten Beschwerden oder in der Schwangerschaft sollten Sie vorher ärztlichen Rat einholen. Die Selbstanwendung ist primär für gesunde Menschen gedacht, die Entspannung oder Unterstützung bei leichten Disharmonien suchen.

Brauche ich spezielles Equipment für die Akupressur der Hand?

Nein. Sie können die Punkte allein mit dem Daumen stimulieren. Hilfsmittel wie ein Akupressurstab, ein Reflexzonen-Poster oder Akupressurhandschuhe sind optional und dienen vor allem der Orientierung — sie sind kein Muss.

Ulrich Pötter

Ulrich Pötter

Geschäftsführer & Ausbildungsexperte der WellnessInPerfektion WIP GmbH

Ulrich Pötter ist Gründer und Geschäftsführer der WellnessInPerfektion WIP GmbH und seit über 25 Jahren als staatlich anerkannter Therapeut tätig. Er ist Autor mehrerer staatlich zugelassener Fernlehrgänge (Klett-Verlag) und verantwortet die fachliche Qualität aller Lehrgänge.

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Über den Autor
Autorenbild Ulrich Pötter
Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

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vor einem Monat
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Andre Stix
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vor einem Monat
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Heike Regenberg
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vor einem Monat
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Ab Ab
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vor 2 Monaten
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chokthawee s
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vor 3 Monaten
Ich bin leider sehr enttäuscht von diesem Kurs. Die Inhalte haben meine Erwartungen in keiner Weise erfüllt, weder qualitativ noch inhaltlich. Zudem wirkte die Struktur unklar und wenig durchdacht. Besonders negativ hervorzuheben ist der Umgang mit meiner Anfrage bezüglich einer Rückerstattung. Trotz meiner berechtigten Kritik wurde auf mein Anliegen nicht eingegangen, und ich habe keine zufriedenstellende Rückmeldung erhalten. Insgesamt würde ich diesen Kurs daher nicht empfehlen. Heute habe ich sogar so ein günstiges Angebot entdeckt, dass ich damals leider nicht gehabt habe. Ich hätte mir hier deutlich mehr Entgegenkommen und Transparenz gewünscht.
Elvira L