Massage mit Köpfchen - konzentriert & fundiert
Eine Kopf- und Gesichtsmassage löst gezielt Verspannungen rund um Stirn, Schläfen, Kiefer und Kopfhaut, beruhigt das Nervensystem und kann Spannungskopfschmerzen sowie Stress spürbar lindern. Mit sanften, langsamen Griffen schenken Sie sich oder anderen in wenigen Minuten tiefe Entspannung – ganz ohne Hilfsmittel, jederzeit zu Hause anwendbar. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen Schritt für Schritt, worauf es ankommt.
Das Gesicht verrät vieles – Freude, Heiterkeit, Trauer oder schlechte Laune. Es zeigt aber auch, wenn sich jemand nicht wohlfühlt: Anspannung, Stress und Müdigkeit hinterlassen deutliche Spuren rund um Augen, Stirn und Kiefer. Doch der Weg funktioniert auch in die andere Richtung. Eine bewusste Entspannungseinheit für Kopf und Gesicht strahlt mit ihrer wohltuenden Wirkung auf den gesamten Körper aus und bringt Körper und Geist wieder in Einklang.
Kein Wunder, denn hier handelt es sich um einen ausgesprochen sensiblen Bereich. Die Gesichtshaut ist wesentlich dünner als die übrige Haut, unzählige Nervenenden sorgen dafür, dass Berührungen besonders intensiv empfunden werden, und die Gesichtsmuskeln enden – anders als die meisten Muskeln des Körpers – frei im Gewebe. Genau deshalb reagieren Kopf und Gesicht so dankbar auf eine fachkundige, achtsame Massage.
Key Facts – Kopf- & Gesichtsmassage
- Wirkung: löst Verspannungen in Stirn, Schläfen, Kiefer und Kopfhaut, beruhigt das Nervensystem und kann Spannungskopfschmerzen lindern.
- Sensibler Bereich: dünne Gesichtshaut, viele Nervenenden und frei im Gewebe endende Muskeln – deshalb gilt: sanft statt kräftig.
- Selbst oder Partner: als Selbstmassage in fünf bis zehn Minuten oder als entspannende Partnermassage am Liegenden möglich.
- Dauer & Häufigkeit: bereits 5–10 Minuten wirken; zwei- bis dreimal pro Woche oder bei akuter Anspannung jederzeit.
- Öl im Gesicht: leichte, hautfreundliche Öle wie Mandel- oder Jojobaöl, sparsam dosiert und mit Abstand zu den Augen.
- Vorsicht: nicht bei akuten Entzündungen, Verletzungen, Hautausschlägen oder Fieber – und niemals direkten Druck auf den Augapfel.
- Fundiert lernen: die Griffe lassen sich Schritt für Schritt per WHI-Heimstudium mit Video, DVD & Stream erlernen.
Warum Kopf und Gesicht so dankbar auf Massage reagieren
Kaum eine Körperregion steht so sehr unter Dauerspannung wie unser Gesicht. Über 20 Muskeln bewegen ständig Stirn, Augenpartie, Wangen und Mund – beim Sprechen, Lächeln, Konzentrieren oder Grübeln. Hinzu kommen Bildschirmarbeit, nächtliches Zähnepressen und mentaler Druck, die sich in einem verspannten Kiefer, einer gerunzelten Stirn oder dumpfem Kopfdruck festsetzen. Eine gezielte Kopf- und Gesichtsmassage setzt genau hier an: Sie löst die mimische Muskulatur, fördert die Durchblutung und gibt dem überreizten Nervensystem ein klares Signal zur Entspannung.
Eine Kopf- und Gesichtsmassage ist auch deshalb so entspannend, weil die Muskulatur durch die Mimik praktisch pausenlos in Bewegung ist und selten zur Ruhe kommt. Ein Wellnessprofi weiß, wie sanft er das Gesicht berühren muss und welche Griffe er anwendet, um wirkliche Entspannung zu schaffen, statt die empfindliche Haut zu reizen. Die gute Nachricht: Die Grundtechniken sind so klar strukturiert, dass Sie sie auch für sich selbst oder im Kreis der Familie sicher anwenden können.
Hinzu kommt ein enger Draht zum Nervensystem: Im Gesicht und auf der Kopfhaut liegen außergewöhnlich viele Sinnesrezeptoren, die sanfte Berührung unmittelbar an das Gehirn melden. Eine ruhige, gleichmäßige Massage wirkt dadurch fast wie ein Reset-Knopf für ein überreiztes System – der Atem wird tiefer, die Schultern sinken, und die Gedanken kommen spürbar zur Ruhe. Genau diese Verbindung von Muskelarbeit und Nervenreiz macht den Bereich rund um Kopf und Gesicht zu einem der dankbarsten Felder für eine wohltuende Massage.

Massage mit Köpfchen: Warum durchdachte Technik mehr bringt als Kraft
„Massage mit Köpfchen" meint genau das: Wer den sensiblen Bereich von Kopf und Gesicht behandelt, kommt mit Verständnis und Achtsamkeit deutlich weiter als mit Kraft. Eine durchdachte Massage folgt einer logischen Reihenfolge, passt Druck und Tempo an die jeweilige Zone an und respektiert die Anatomie des Gesichts. Wer versteht, warum er was tut, massiert nicht nur angenehmer, sondern auch wirkungsvoller – und vermeidet die typischen Anfängerfehler.
Drei Prinzipien tragen eine durchdachte Kopf- und Gesichtsmassage. Sie klingen einfach, machen aber den entscheidenden Unterschied zwischen einer beliebigen Berührung und einer wirklich lösenden Anwendung:
- Von außen nach innen denken: Erst kommen Ruhe und warme Hände, dann die eigentliche Technik – ein angespanntes Gegenüber lässt sich nicht „wegmassieren".
- Druck der Zone anpassen: Im Gesicht arbeiten Sie leicht, an Kopfhaut und Nacken dürfen Sie fester werden. Ein einheitlicher Druck über alle Bereiche ist der häufigste Fehler.
- Rhythmus vor Tempo: Gleichmäßige, langsame Bewegungen beruhigen das Nervensystem; hektische oder ruckartige Griffe erreichen das Gegenteil.
Genau dieses durchdachte Vorgehen unterscheidet eine wohltuende Massage von bloßem Drücken und Kneten. In den folgenden Abschnitten übersetzen wir diese Prinzipien in eine konkrete, nachvollziehbare Abfolge, die Sie sofort umsetzen können.
Vorbereitung: Ruhe, Hände, Öl
Bevor Sie mit den Griffen beginnen, lohnt sich ein Moment der Vorbereitung – er entscheidet maßgeblich über die Wirkung. Schaffen Sie eine ruhige Atmosphäre, schalten Sie Störquellen aus und nehmen Sie ein paar tiefe Atemzüge. Wärmen Sie Ihre Hände an, denn kalte Finger im Gesicht lösen Anspannung statt Entspannung. Wenn Sie ein Öl verwenden, geben Sie nur wenige Tropfen in die Handflächen und verteilen es sparsam.
Mit einer kleinen Checkliste gelingt der Einstieg zuverlässig, egal ob Sie sich selbst oder jemand anderen massieren:
- Sorgen Sie für eine ruhige, warme Umgebung ohne Zugluft und gedämpftes Licht.
- Legen Sie Handtuch, Öl und ein Glas Wasser griffbereit, damit Sie die Massage nicht unterbrechen müssen.
- Binden Sie lange Haare zurück und nehmen Sie Brille, Ohrringe oder Haarspangen ab.
- Waschen Sie sich die Hände und reiben Sie sie warm, bevor Sie das Gesicht berühren.
Diese wenigen Minuten Vorbereitung zahlen sich doppelt aus: Sie selbst kommen innerlich an, und Ihr Gegenüber spürt sofort, dass es in guten Händen ist und sich fallen lassen darf.
Kopf- und Gesichtsmassage Schritt für Schritt
Die folgende Abfolge führt Sie ruhig von der Stirn bis zum Nacken. Arbeiten Sie immer langsam, gleichmäßig und mit leichtem bis mittlerem Druck – im Gesicht eher leicht, an der Kopfhaut und im Nacken darf der Druck etwas fester werden. Wiederholen Sie jeden Griff einige Male, bevor Sie zur nächsten Zone wechseln.
Schritt 1 – Vorbereitung & Ankommen
Sorgen Sie für eine bequeme Position und stimmen Sie sich kurz ein, damit Körper und Geist zur Ruhe finden:
- Setzen oder legen Sie sich bequem hin und schließen Sie die Augen.
- Atmen Sie drei- bis viermal tief in den Bauch ein und langsam aus.
- Reiben Sie die Handflächen aneinander, bis sie angenehm warm sind.
- Legen Sie die warmen Hände für einen Moment sanft auf das Gesicht, ohne zu drücken.
Schritt 2 – Stirn glätten
Die Stirn ist oft die erste Zone, in der sich Anspannung zeigt. Mit ruhigen Ausstreichungen lösen Sie hier sichtbar Spannung:
- Legen Sie die Fingerkuppen beider Hände in die Stirnmitte.
- Streichen Sie mit leichtem Druck langsam nach außen zu den Schläfen aus.
- Wiederholen Sie die Bewegung von den Augenbrauen aufwärts bis zum Haaransatz.
- Lassen Sie an den Schläfen jeweils kurz nachklingen, bevor Sie neu ansetzen.
Schritt 3 – Schläfen lösen
Die Schläfen reagieren besonders fein auf sanfte, kreisende Reize – ideal bei dumpfem Kopfdruck:
- Legen Sie zwei bis drei Fingerkuppen auf die Schläfen.
- Kreisen Sie sehr langsam und mit leichtem Druck, etwa zehn Mal.
- Wechseln Sie die Richtung und kreisen Sie erneut.
- Halten Sie zum Abschluss kurzen, sanften Druck und lösen Sie ihn behutsam.
Schritt 4 – Wangen & Kiefer entspannen
Der Kiefer trägt bei vielen Menschen die meiste Anspannung – Stress wird hier buchstäblich „zusammengebissen". Diese Griffe lockern die Kaumuskulatur:
- Tasten Sie den Kaumuskel oberhalb des Kieferwinkels (zwischen Ohr und Wange).
- Kreisen Sie dort mit den Fingerkuppen langsam und gleichmäßig.
- Streichen Sie anschließend von der Nase über die Wangen nach außen aus.
- Lassen Sie den Unterkiefer bewusst locker, sodass die Zähne sich nicht berühren.
Schritt 5 – Kopfhaut beleben
Die Kopfhaut darf kräftiger behandelt werden als das Gesicht. Eine Kopfhautmassage fördert die Durchblutung und wirkt erstaunlich erfrischend:
- Spreizen Sie die Finger und setzen Sie die Fingerkuppen auf die Kopfhaut.
- Bewegen Sie die Kopfhaut in kleinen Kreisen gegen den Schädel – nicht über die Haare reiben.
- Wandern Sie systematisch von der Stirn über den Scheitel bis zum Hinterkopf.
- Zupfen Sie zum Schluss sanft einzelne Haarsträhnen an der Wurzel an.
Schritt 6 – Übergang zum Nacken
Kopf und Nacken bilden eine Einheit; Verspannungen im Nacken strahlen oft bis in den Kopf aus. Dieser Schritt schlägt die Brücke:
- Greifen Sie mit beiden Händen den Nacken seitlich der Wirbelsäule.
- Kneten Sie die Muskulatur langsam von der Schädelbasis abwärts zu den Schultern.
- Streichen Sie mit den Daumen sanft entlang der Schädelbasis nach außen.
- Lassen Sie die Schultern bewusst sinken und atmen Sie tief aus.
Schritt 7 – Ausklang
Ein bewusster Abschluss verankert die Entspannung und lässt die Wirkung nachklingen:
- Legen Sie beide Hände noch einmal flach und warm auf das Gesicht.
- Bleiben Sie für einige ruhige Atemzüge so.
- Lösen Sie die Hände langsam und öffnen Sie die Augen erst nach und nach.
- Trinken Sie anschließend ein Glas Wasser, um den Kreislauf zu unterstützen.

Wirkung & Nutzen: Was eine Kopf- und Gesichtsmassage bewirkt
Die Wirkung einer Kopf- und Gesichtsmassage geht weit über das angenehme Gefühl im Moment hinaus. Durch das sanfte Bearbeiten der mimischen Muskulatur und der Kopfhaut werden gleich mehrere Prozesse angestoßen, die Körper und Geist nachhaltig guttun. Besonders Menschen mit viel Bildschirmarbeit, hohem Stresslevel oder wiederkehrenden Spannungskopfschmerzen profitieren von der regelmäßigen Anwendung.
- Tiefe Entspannung: Sanfte, rhythmische Berührungen aktivieren den Parasympathikus – den Teil des Nervensystems, der für Ruhe und Regeneration zuständig ist.
- Lösen von Verspannungen: Die ständig aktive Stirn-, Schläfen- und Kiefermuskulatur kommt zur Ruhe, was sich oft sofort als Erleichterung anfühlt.
- Linderung von Spannungskopfschmerz: Viele Kopfschmerzen entstehen aus muskulärer Anspannung in Nacken, Schläfen und Kiefer – genau hier setzt die Massage an.
- Stressabbau: Wohltuende Berührung kann den Cortisolspiegel senken und das Wohlfühlhormon Oxytocin fördern.
- Bessere Durchblutung: Die angeregte Mikrozirkulation versorgt Haut und Gewebe besser und schenkt dem Gesicht einen frischeren, wacheren Ausdruck.
- Erholsamer Schlaf: Als Abendritual hilft die Massage beim Loslassen und kann das Einschlafen erleichtern.
Diese Effekte verstärken sich mit der Regelmäßigkeit: Wer Kopf und Gesicht immer wieder bewusst entspannt, schult auch die eigene Körperwahrnehmung und bemerkt aufkommende Anspannung früher – oft schon, bevor sie sich als Kopfschmerz oder verspannter Kiefer bemerkbar macht.
Als Partnermassage am Liegenden anwenden
Die Kopf- und Gesichtsmassage entfaltet ihre wohltuendste Seite oft erst als Partnermassage. Wer empfangen darf, ohne selbst aktiv sein zu müssen, kann tiefer loslassen – und für viele ist gerade die fürsorgliche Berührung durch einen vertrauten Menschen das eigentlich Heilsame daran. Für die gebende Person ändert sich vor allem die Position: Ihr Gegenüber liegt bequem, der Kopf ruht entspannt, und Sie arbeiten von oben, also von der Stirnseite her.
Damit die Partnermassage für beide Seiten angenehm wird, helfen ein paar einfache Hinweise:
- Setzen Sie sich bequem hinter den liegenden Kopf, sodass Sie ohne Verrenkung an Stirn, Schläfen und Wangen herankommen.
- Stützen Sie den Kopf bei Lagewechseln behutsam mit einer Hand, statt ihn frei pendeln zu lassen.
- Kündigen Sie den ersten Kontakt kurz an und beginnen Sie mit ruhig aufgelegten, warmen Händen.
- Fragen Sie zwischendurch nach Druck und Tempo – die liegende Person spürt am besten, was guttut.
So wird aus der Anleitung ein gemeinsames Ritual: Tauschen Sie die Rollen regelmäßig, dann profitieren beide von der entspannenden Wirkung und schulen ganz nebenbei ihr Gespür für eine achtsame Berührung.
Besonderheiten im Gesicht: sanft ist Pflicht
Das Gesicht verlangt eine andere Herangehensweise als Rücken oder Beine. Wie eingangs erwähnt, ist die Gesichtshaut deutlich dünner als die übrige Körperhaut, sie liegt unmittelbar über zahlreichen Nervenenden und die mimischen Muskeln enden frei im Gewebe statt an Knochen. Das macht den Bereich einerseits hochsensibel und reaktionsfreudig, andererseits aber auch empfindlich gegenüber zu festem Druck.
Beachten Sie daher diese Grundregeln, damit die Massage wohltut statt zu reizen:
- Arbeiten Sie im Gesicht stets mit leichtem Druck und langsamen Bewegungen.
- Vermeiden Sie ruckartiges Ziehen oder Zerren an der empfindlichen Haut.
- Sparen Sie die unmittelbare Augenpartie aus und üben Sie nie Druck auf den Augapfel aus.
- Setzen Sie Öl nur sparsam ein und halten Sie Abstand zu den Augen.
- Hören Sie auf Rückmeldungen: Was sich gut anfühlt, ist richtig – Schmerz ist immer ein Stoppsignal.
Auch die Wahl des Öls gehört zu diesen Besonderheiten. Weil die Gesichtshaut empfindlich reagiert, greifen Sie zu leichten, gut verträglichen Ölen und verzichten Sie auf stark parfümierte Produkte. Bei zu Unreinheiten neigender Haut massieren Sie lieber ganz ohne Öl oder mit nur einem Hauch, damit die Poren nicht zusätzlich belastet werden.

Wann Sie vorsichtig sein oder nicht massieren sollten
So wohltuend die Kopf- und Gesichtsmassage ist – es gibt Situationen, in denen Sie auf die Anwendung verzichten oder zumindest besonders behutsam vorgehen sollten. Im Zweifel gilt: lieber pausieren und bei anhaltenden Beschwerden ärztlich abklären lassen.
- Bei akuten Entzündungen, Hautausschlägen, offenen Stellen oder frischen Verletzungen im Gesicht.
- Bei Fieber, akuten Infekten oder einer Nasennebenhöhlenentzündung.
- Bei unklaren, starken oder neu auftretenden Kopfschmerzen – diese gehören ärztlich abgeklärt.
- Direkt auf dem Augapfel oder mit Druck in der unmittelbaren Augenpartie – diese Zone immer aussparen.
- Nach Operationen oder Behandlungen im Gesicht nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt.
Diese Hinweise sind keine Spielverderber, sondern Teil der „Massage mit Köpfchen": Wer weiß, wann er besser pausiert, kann die Anwendung in allen anderen Situationen umso unbeschwerter genießen.
Kopf- und Gesichtsmassage in den Alltag integrieren
Der größte Nutzen entsteht nicht durch die einzelne, lange Anwendung, sondern durch die kleine, regelmäßige Routine. Die Kopf- und Gesichtsmassage eignet sich dafür ideal, weil sie weder Hilfsmittel noch viel Zeit braucht und sich an mehrere Momente des Tages andocken lässt. So wird aus der guten Technik eine echte Gewohnheit.
Ein paar Anker im Tagesverlauf machen es leicht, dranzubleiben:
- Morgens: eine belebende Kopfhaut- und Schläfenmassage, um wach und klar in den Tag zu starten.
- In der Bildschirmpause: ein bis zwei Minuten Stirn und Kiefer lockern, bevor sich Spannung festsetzt.
- Abends: eine ruhige, langsame Runde als Einschlafritual, am besten bei gedämpftem Licht.
- Bei aufkommendem Kopfdruck: kurzes, achtsames Lösen von Schläfen und Nacken als Soforthilfe.
Entscheidend ist nicht die Perfektion einzelner Griffe, sondern die Regelmäßigkeit. Selbst zwei Minuten täglich summieren sich über die Wochen zu einem spürbaren Plus an Entspannung und Körpergefühl.
Fundiert lernen: Massage mit Köpfchen im WHI-Heimstudium
Die hier beschriebenen Griffe sind ein hervorragender Einstieg – wer sie aber wirklich sicher und in der ganzen Tiefe beherrschen oder sogar beruflich anwenden möchte, profitiert von einer strukturierten Ausbildung. Genau hier setzt das Heimstudium von Wellnessheimstudium an: Sie lernen die klassischen Massagetechniken anschaulich per Video, DVD und Stream – in Ihrem eigenen Tempo und ganz bequem von zu Hause aus.
Das Heimstudium-Format bietet dabei mehrere Vorteile, die gerade beim Erlernen feiner Grifftechniken zählen:
- Sehen statt raten: Jede Bewegung wird im Video vorgeführt, sodass Sie Druck, Tempo und Handhaltung direkt nachvollziehen können.
- Beliebig wiederholbar: Schwierige Passagen schauen Sie so oft an, bis der Griff wirklich sitzt – ohne Zeitdruck.
- Flexibel und ortsunabhängig: Sie lernen dann, wenn es in Ihren Alltag passt, ohne feste Kurszeiten oder Anfahrt.
- Mit Abschluss: Auf Wunsch runden Sie Ihr Können mit dem Wellnessheimstudium-Zertifikat ab – ganz ohne stressige Abschlussprüfung.
So machen Sie aus ein paar guten Handgriffen echtes, anwendbares Können – die konsequente Fortsetzung der Idee einer durchdachten Massage „mit Köpfchen".
Mein Rat aus über 20 Jahren Praxis als staatlich anerkannter Therapeut: Im Gesicht macht nicht der Druck den Unterschied, sondern die Ruhe in der Bewegung. Ich sehe immer wieder, dass Einsteiger zu kräftig und zu schnell arbeiten. Halbieren Sie bewusst Ihr Tempo und Ihren Druck – dann erreichen Sie die mimische Muskulatur, ohne die feine Haut zu reizen. Und beginnen Sie immer mit warmen Händen: Allein das entscheidet oft schon darüber, ob sich Ihr Gegenüber öffnet und loslässt. Mein zweiter Tipp: Lernen Sie die Abfolge einmal richtig, statt planlos zu drücken – mit einer sauberen Struktur im Kopf massieren Sie automatisch ruhiger und wirkungsvoller.
Fazit
Eine Kopf- und Gesichtsmassage ist eines der wirkungsvollsten und zugleich einfachsten Werkzeuge für mehr Entspannung im Alltag. Mit sanften Griffen an Stirn, Schläfen, Wangen, Kopfhaut und Nacken lösen Sie Verspannungen, beruhigen das Nervensystem und können Spannungskopfschmerzen wie Stress spürbar lindern – ob als kurze Selbstmassage oder als entspannende Partnermassage. Entscheidend sind warme Hände, ein ruhiges Tempo und ein behutsamer Druck in diesem empfindlichen Bereich. Wer mit Köpfchen, also mit Struktur und Achtsamkeit, arbeitet, erreicht mehr als mit Kraft.
Wenn Sie die Techniken wirklich sicher beherrschen und vielleicht sogar professionell anwenden möchten, lohnt sich der fundierte Schritt: Im flexiblen WHI-Heimstudium lernen Sie die klassischen Massagegriffe anschaulich per Video, DVD und Stream – in Ihrem eigenen Tempo, ganz bequem von zu Hause aus und ohne stressige Abschlussprüfung. So machen Sie aus ein paar guten Handgriffen echtes, anwendbares Können.
Häufige Fragen zur Kopf- und Gesichtsmassage
Wie macht man eine Gesichtsmassage richtig?
Beginnen Sie mit warmen Händen und einem ruhigen Moment. Streichen Sie die Stirn von der Mitte zu den Schläfen aus, kreisen Sie sanft an den Schläfen, lockern Sie Wangen und Kiefer und beleben Sie anschließend die Kopfhaut. Arbeiten Sie stets langsam und mit leichtem Druck und sparen Sie die unmittelbare Augenpartie aus.
Hilft eine Gesichtsmassage gegen Kopfschmerzen?
Bei Spannungskopfschmerzen, die aus muskulärer Anspannung in Schläfen, Kiefer und Nacken entstehen, kann eine sanfte Massage die Beschwerden spürbar lindern, weil sie genau diese Muskulatur lockert. Bei starken, neuen oder unklaren Kopfschmerzen sollten Sie jedoch zuerst ärztlichen Rat einholen.
Wie oft sollte man eine Kopf- und Gesichtsmassage durchführen?
Schon zwei- bis dreimal pro Woche reichen aus, um einen spürbaren Entspannungseffekt zu erzielen. Bei akuter Anspannung oder Stress können Sie eine kurze Selbstmassage von wenigen Minuten auch täglich anwenden – wichtiger als die Dauer ist die regelmäßige, achtsame Ausführung.
Welches Öl eignet sich für das Gesicht?
Gut geeignet sind leichte, hautfreundliche Öle wie Mandel-, Jojoba- oder Traubenkernöl. Dosieren Sie sehr sparsam, halten Sie Abstand zu den Augen und testen Sie ein neues Öl bei empfindlicher Haut zunächst an einer kleinen Stelle. Wer mag, kann beruhigende Düfte wie Lavendel beimischen.
Kann man sich selbst das Gesicht massieren?
Ja, die Kopf- und Gesichtsmassage eignet sich hervorragend als Selbstmassage. Da Sie Ihre eigenen Reaktionen unmittelbar spüren, können Sie Druck und Tempo ideal anpassen. Schon fünf bis zehn Minuten am Morgen oder Abend genügen, um Stirn, Schläfen und Kiefer zu entspannen.
Wann sollte man NICHT massieren?
Verzichten Sie auf die Massage bei akuten Entzündungen, Hautausschlägen, offenen Stellen oder frischen Verletzungen im Gesicht sowie bei Fieber und akuten Infekten. Üben Sie niemals Druck direkt auf den Augapfel aus und klären Sie unklare oder starke Kopfschmerzen zuerst ärztlich ab.
Quellen & weiterführende Literatur
- Wikipedia: Massage – Überblick über Massagetechniken, Wirkmechanismen und vegetatives Nervensystem.
- Wikipedia: Gesichtsmuskulatur – Anatomie der mimischen Muskeln, die frei im Gewebe enden.
- Wikipedia: Schwedische Massage – klassische Grundgriffe wie Streichungen und Knetungen.
- Wikipedia: Bindegewebe – Funktion des Bindegewebes als Grundlage für Hautelastizität und Durchblutung.

