13. September 2026
Lesezeit ca. 16 Min.

Ein verspannter Nacken, ein ziehender Schmerz im Rücken oder Kopfschmerzen, die scheinbar aus dem Nichts kommen – häufig stecken sogenannte Triggerpunkte dahinter. Diese kleinen, verhärteten Stellen in der Muskulatur können Beschwerden verursachen, die sich weit vom eigentlichen Ursprungsort bemerkbar machen. Die Triggerpunkt-Massage ist eine gezielte Methode, um solche Muskelareale aufzuspüren und zu bearbeiten. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Triggerpunkte entstehen, wie Sie sie erkennen und wie Sie selbst tätig werden können.

Key Facts

  • Triggerpunkte sind lokal begrenzte Muskelverhärtungen, die oft Schmerzen in andere Körperregionen ausstrahlen (übertragener Schmerz).
  • Man unterscheidet aktive (auch ohne Berührung spürbare) und latente (nur auf Druck) Triggerpunkte.
  • Häufige Auslöser: einseitige Belastung, Fehlhaltung, Bewegungsmangel, akute Überlastung und Stress.
  • Die Behandlung erfolgt durch gezielten, gut aushaltbaren Druck über 20 bis 60 Sekunden – Genauigkeit vor Kraft.
  • Hilfsmittel wie Massagebälle, Faszienrollen und Triggerpunkt-Stäbe erleichtern die Selbstbehandlung.
  • Bei Taubheit, Kribbeln, Kraftverlust oder anhaltenden Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung ratsam.
  • Vorbeugung durch Bewegung, Haltungswechsel, Dehnung und Stressausgleich reduziert das Rückfallrisiko.

Was sind Triggerpunkte?

Triggerpunkte sind lokal begrenzte Verhärtungen innerhalb eines Muskels. Man spürt sie oft als kleine Knötchen oder verspannte Stränge im Gewebe, die sich beim Abtasten deutlich vom umliegenden, weicheren Muskel abheben. Charakteristisch ist, dass ein Druck auf einen solchen Punkt nicht nur an Ort und Stelle schmerzt, sondern den Schmerz häufig in andere Körperregionen ausstrahlen lässt. Fachleute sprechen hier von einem "übertragenen Schmerz" oder auch von einem myofaszialen Schmerzmuster.

Ein bekanntes Beispiel: Ein Triggerpunkt im Bereich der Schulter- oder Nackenmuskulatur kann Beschwerden auslösen, die bis in den Kopf ziehen. Dadurch werden manche Verspannungen zunächst gar nicht mit ihrer eigentlichen Ursache in Verbindung gebracht. Wer unter wiederkehrenden Spannungskopfschmerzen leidet, sucht die Ursache oft im Kopf – dabei liegt der eigentliche Auslöser mitunter mehrere Zentimeter tiefer im Muskelgewebe des Nackens.

Genau dieses Phänomen macht Triggerpunkte so tückisch und gleichzeitig so interessant: Wer die typischen Ausstrahlungsmuster kennt, kann Beschwerden gezielter zuordnen, statt nur an der Stelle zu suchen, an der es gerade wehtut. Die myofasziale Triggerpunkt-Therapie hat sich deshalb zu einem festen Bestandteil vieler Massage- und Wellness-Anwendungen entwickelt.

Aktive und latente Triggerpunkte

In der Praxis hat sich eine grobe Einteilung bewährt, die Ihnen hilft, Ihre eigenen Beschwerden besser einzuordnen. Beide Formen können in ein und demselben Muskel gleichzeitig vorkommen und sich gegenseitig beeinflussen:

  • Aktive Triggerpunkte verursachen auch ohne Berührung spürbare Beschwerden. Sie können den Bewegungsradius einschränken, die Muskulatur schwächen und den Alltag deutlich beeinträchtigen.
  • Latente Triggerpunkte machen sich meist erst bemerkbar, wenn man gezielt darauf drückt. Sie sind gewissermaßen "still", können aber unter Belastung, Kälte oder Stress jederzeit aktiv werden.

Beide Formen lassen sich mit einer Triggerpunkt-Massage bearbeiten. Wichtig ist, achtsam vorzugehen und den eigenen Körper gut zu beobachten – gerade latente Punkte reagieren oft überraschend empfindlich, sobald man den passenden Druckpunkt findet.

Wie entstehen Triggerpunkte?

Die genauen Entstehungsmechanismen werden in der Fachwelt weiterhin diskutiert. Man geht davon aus, dass an einem Triggerpunkt einzelne Muskelfasern dauerhaft angespannt bleiben und sich nicht mehr eigenständig lösen. Der Stoffwechsel in diesem Bereich gerät ins Stocken, was den Zustand aufrechterhält. Als begünstigende Faktoren gelten unter anderem die folgenden Auslöser, die sich in der Praxis immer wieder beobachten lassen:

  • Einseitige Belastungen, etwa durch langes Sitzen am Schreibtisch oder monotone Bewegungsabläufe am Fließband oder am Bildschirm
  • Fehlhaltungen, die einzelne Muskelgruppen dauerhaft überfordern, zum Beispiel ein nach vorne geneigter Kopf beim Blick aufs Smartphone
  • Akute Überlastung, zum Beispiel durch ungewohnte oder zu intensive körperliche Aktivität nach längerer Pause
  • Bewegungsmangel, der die Durchblutung und Beweglichkeit der Muskulatur einschränkt
  • Stress und innere Anspannung, die sich körperlich in erhöhter Muskelspannung äußern können – oft unbemerkt über viele Stunden hinweg

Häufig kommen mehrere dieser Faktoren zusammen. Wer beispielsweise beruflich viel sitzt, wenig Ausgleichsbewegung findet und zusätzlich unter Druck steht, bietet Verspannungen einen idealen Nährboden. Auch Zugluft, ungünstige Schlafpositionen oder das dauerhafte Tragen einer schweren Tasche auf immer derselben Schulter können begünstigend wirken.

Person mit angespanntem Nacken am Schreibtisch als typische Ursache für Triggerpunkte
© WellnessInPerfektion WIP GmbH (KI/künstlich erzeugt)

Triggerpunkte erkennen: Woran Sie sie bemerken

Bevor Sie mit einer Triggerpunkt-Massage beginnen, gilt es, die betroffenen Stellen aufzuspüren. Das erfordert etwas Übung und vor allem Aufmerksamkeit für den eigenen Körper. Mit der Zeit entwickeln Sie ein Gespür dafür, wie sich gesundes Gewebe im Vergleich zu einer verhärteten Stelle anfühlt.

Typische Anzeichen

Ein Triggerpunkt gibt sich meist durch eine Kombination mehrerer Merkmale zu erkennen. Je mehr dieser Anzeichen zusammentreffen, desto wahrscheinlicher haben Sie tatsächlich einen Triggerpunkt und nicht nur eine allgemeine Verspannung gefunden:

  • Eine tastbare Verhärtung oder ein "Knoten" im Muskel
  • Ein deutlich empfindlicher Punkt, der auf Druck stärker reagiert als das umliegende Gewebe
  • Ein Schmerz, der beim Drücken in eine andere Region ausstrahlt
  • Eine spürbare Einschränkung der Beweglichkeit im betroffenen Bereich
  • Gelegentlich ein kurzes, unwillkürliches Zucken des Muskels beim gezielten Druck

Häufige Körperregionen

Triggerpunkte können grundsätzlich in nahezu jedem Muskel vorkommen. Bestimmte Regionen sind jedoch besonders anfällig, weil sie im Alltag stark und häufig einseitig beansprucht werden. Die folgenden Bereiche zählen zu den klassischen Problemzonen:

  • Nacken und Schultern – häufig bei Menschen mit sitzender Tätigkeit und viel Bildschirmarbeit
  • Oberer und unterer Rücken – oft durch Haltung und dauerhafte Belastung bedingt
  • Gesäßmuskulatur – kann Beschwerden bis in die Beine ausstrahlen
  • Waden und Unterschenkel – etwa nach intensiver sportlicher Belastung oder langem Stehen

Um einen Triggerpunkt zu ertasten, tasten Sie den Muskel mit den Fingern langsam und systematisch ab. Reagiert eine Stelle deutlich empfindlicher als das umliegende Gewebe und lässt sich dort eine Verhärtung fühlen, haben Sie den Punkt vermutlich gefunden. Nehmen Sie sich dafür Zeit und arbeiten Sie sich in kleinen Schritten voran, statt großflächig zu drücken.

Die häufigsten Triggerpunkte und wohin sie ausstrahlen

Erst die Kenntnis der typischen Ausstrahlungsmuster macht das Aufspüren wirklich einfacher. Denn oft liegt der Punkt gar nicht dort, wo es wehtut. Wer weiß, welcher Muskel den Schmerz an eine bestimmte Stelle sendet, sucht nicht mehr an der falschen Stelle. Die folgende Übersicht nennt die Punkte, die in der Praxis am häufigsten vorkommen:

MuskelWo Sie tastenWohin der Schmerz zieht
Oberer Trapezmuskelim Schulter-Nacken-Wulst, zwischen Hals und SchultergelenkNacken, Schläfe, hinter das Auge – der klassische Spannungskopfschmerz
Schulterblattheberam oberen inneren Schulterblattwinkelsteifer Nacken; das Drehen des Kopfes zur Seite schmerzt
Kopfwender am Halsseitlich am Hals, als Strang tastbarStirn, Bereich hinter dem Ohr, gelegentlich Schwindelgefühl
Untergrätenmuskelauf der Rückseite des Schulterblattstief in der Schulter, oft bis in den Oberarm
Rautenmuskelnzwischen Wirbelsäule und innerem Schulterblattrandbrennender Schmerz zwischen den Schulterblättern
Quadratischer Lendenmuskelseitlich im unteren Rücken, oberhalb des BeckenkammsKreuz, Gesäß und Hüfte
Birnenmuskeltief in der GesäßmitteGesäß, kann ischiasähnlich ins Bein ziehen
Wadenmuskelin der WadenmitteKniekehle und Fußsohle, häufig mit nächtlichen Wadenkrämpfen
Kaumuskelseitlich am Kiefer, beim Zubeißen tastbarKiefer, Ohr, manchmal zahnschmerzähnlich

Zwei Dinge sind an dieser Tabelle wichtig. Erstens: Die Zuordnung ist ein Anhaltspunkt, keine Diagnose. Dieselben Beschwerden können auch ganz andere Ursachen haben, und gerade Schmerzen, die ins Bein ziehen, gehören ärztlich abgeklärt, bevor Sie selbst darauf drücken. Zweitens: Der Zusammenhang funktioniert nur in eine Richtung verlässlich. Wenn Druck auf einen Punkt genau den Schmerz auslöst, den Sie ohnehin kennen, haben Sie den Verursacher sehr wahrscheinlich gefunden. Bleibt der Schmerz dagegen rein örtlich, ist es eher eine gewöhnliche Verspannung – die lässt sich mit denselben Griffen behandeln, hat aber nichts mit dem Fernschmerz zu tun.

Ulrich Pötter
Ulis Tipp

Legen Sie sich eine kleine "Schmerzkarte" an: Skizzieren Sie auf einem Blatt, wo genau Sie den Schmerz spüren und wohin er zieht. Wenn Sie dann beim Abtasten einen Punkt finden, der exakt dieses Muster reproduziert, haben Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit den Verursacher entlarvt. Diese kleine Notiz spart Ihnen viel Suchzeit und hilft auch einer Fachperson enorm, falls Sie später doch professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen.

Triggerpunkt-Massage: So gehen Sie vor

Die Grundidee der Triggerpunkt-Massage besteht darin, gezielten Druck auf den verhärteten Punkt auszuüben, um die Muskulatur zum Loslassen anzuregen. Dabei kommt es weniger auf Kraft als auf Genauigkeit und Geduld an. Ein präzise gesetzter, ruhig gehaltener Druck erreicht mehr als hektisches Kneten mit hohem Kraftaufwand.

Schritt für Schritt

Damit die Behandlung wirkungsvoll und schonend zugleich abläuft, hat sich ein klar strukturiertes Vorgehen bewährt. Halten Sie sich beim ersten Mal bewusst an diese Reihenfolge, bis Ihnen der Ablauf in Fleisch und Blut übergegangen ist:

  1. Punkt lokalisieren: Tasten Sie den Muskel ab und finden Sie die empfindliche, verhärtete Stelle.
  2. Druck aufbauen: Üben Sie mit dem Finger, dem Daumen oder einem Hilfsmittel langsam und gleichmäßig Druck aus. Der Druck sollte spürbar sein, aber gut aushaltbar bleiben.
  3. Druck halten: Bleiben Sie für etwa 20 bis 60 Sekunden auf dem Punkt. Oft lässt das Schmerzempfinden in dieser Zeit spürbar nach.
  4. Langsam lösen: Nehmen Sie den Druck behutsam zurück, statt abrupt loszulassen.
  5. Nachspüren: Bewegen Sie den Muskel anschließend sanft und beobachten Sie, wie er sich anfühlt.

Sie können diesen Ablauf bei Bedarf mehrmals täglich wiederholen. Wichtig ist, auf die Signale Ihres Körpers zu achten und nicht gegen einen starken, unangenehmen Schmerz zu arbeiten. Eine ruhige, tiefe Atmung während des Drucks unterstützt das Loslassen zusätzlich.

Frau lehnt mit dem Rücken an einer Wand und behandelt mit einem Massageball einen Triggerpunkt zwischen Schulterblatt und Wirbelsäule
© WellnessInPerfektion WIP GmbH (KI/künstlich erzeugt)

Hilfsmittel für die Selbstbehandlung

Nicht jeder Triggerpunkt lässt sich bequem mit den Händen erreichen – besonders am Rücken oder im Gesäßbereich stoßen die Finger schnell an ihre Grenzen. Für die Selbstmassage haben sich deshalb verschiedene Hilfsmittel bewährt, die den nötigen Druck gezielt und ohne Kraftaufwand aufbauen:

  • Massagebälle oder Tennisbälle für punktgenauen Druck, etwa an Rücken oder Gesäß – ideal, indem Sie sich mit dem Körpergewicht an einer Wand oder auf dem Boden abstützen
  • Faszienrollen für großflächigere Bereiche wie Oberschenkel, Waden oder den oberen Rücken
  • Triggerpunkt-Stäbe oder spezielle Massagegeräte, die schwer erreichbare Stellen wie den Nacken zugänglich machen

Bei der Anwendung gilt: Beginnen Sie mit sanftem Druck und steigern Sie ihn nur so weit, wie es angenehm bleibt. Gerade zu Beginn ist Zurückhaltung sinnvoller als zu viel Intensität. Ein Ball lässt sich übrigens durch die Wahl des Materials feiner dosieren – ein weicher Ball verteilt den Druck stärker, ein harter arbeitet punktgenauer.

Worauf Sie bei der Selbstbehandlung achten sollten

Die Triggerpunkt-Massage lässt sich gut in den Alltag integrieren, dennoch gibt es einige Punkte, die über Erfolg oder Frust entscheiden. Wer diese Grundregeln beachtet, arbeitet effektiver und vermeidet unnötige Reizungen des Gewebes.

Die richtige Dosierung finden

Ein moderater, gut aushaltbarer Druck ist meist zielführender als starker Druck, der Schmerzen verursacht. Der Muskel soll die Möglichkeit haben, sich zu entspannen – das gelingt selten unter zu großem Krafteinsatz. Ein leichtes "Wohlweh" ist in Ordnung, ein stechender oder brennender Schmerz hingegen ein deutliches Signal, den Druck zu reduzieren. Als Faustregel gilt: Auf einer gedachten Skala von eins bis zehn sollte der Druck bei etwa sechs bis sieben liegen – spürbar, aber niemals überwältigend.

Regelmäßigkeit statt Intensität

Wie bei vielen körperbezogenen Anwendungen bringt Kontinuität oft mehr als einzelne intensive Einheiten. Kurze, regelmäßige Massagen können der Muskulatur helfen, Spannungen nach und nach abzubauen. Ergänzend sind Bewegung, Dehnübungen und ausreichende Erholungsphasen sinnvoll. Wer täglich einige Minuten investiert, erzielt in der Regel angenehmere Ergebnisse als jemand, der einmal pro Woche minutenlang mit voller Kraft arbeitet.

Auf den Körper hören

Achten Sie darauf, wie Ihr Körper reagiert. Ein leichtes Nachziehen im Muskel nach der Behandlung, ähnlich einem Muskelkater, ist nicht ungewöhnlich und klingt meist innerhalb von ein bis zwei Tagen ab. Nehmen Sie jedoch anhaltende oder zunehmende Beschwerden wahr, sollten Sie die Anwendung pausieren und die Reaktion in Ruhe beobachten. Trinken Sie nach der Massage ausreichend Wasser, das unterstützt den Abtransport im Gewebe.

Wann Sie professionelle Unterstützung suchen sollten

Die Selbstbehandlung von Triggerpunkten hat ihre Grenzen. So hilfreich sie im Alltag ist – es gibt Situationen, in denen eine eigenständige Anwendung nicht ausreicht oder sogar riskant sein kann. In den folgenden Fällen ist es ratsam, fachkundige Hilfe in Anspruch zu nehmen:

  • Bei starken, anhaltenden oder immer wiederkehrenden Beschwerden
  • Wenn Schmerzen mit Taubheitsgefühlen, Kribbeln oder Kraftverlust einhergehen
  • Bei Unsicherheit über die Ursache der Beschwerden
  • Wenn sich trotz regelmäßiger Anwendung keine Besserung einstellt
  • Wenn Beschwerden nach einem Sturz, Unfall oder einer plötzlichen Bewegung aufgetreten sind

Ausgebildete Fachkräfte, etwa aus den Bereichen Massage, Physiotherapie oder ärztlicher Betreuung, können die Situation individuell einschätzen. Eine Selbstbehandlung ersetzt keine medizinische Abklärung, sondern kann sie bestenfalls sinnvoll ergänzen. Im Zweifel ist der Gang zur Fachperson immer die sichere Wahl.

Vorbeugen: Triggerpunkten den Nährboden entziehen

Neben der akuten Behandlung lohnt sich der Blick auf die Vorbeugung. Wer die begünstigenden Faktoren im Alltag reduziert, kann Verspannungen häufig von vornherein entgegenwirken. Prävention ist dabei kein aufwendiges Programm, sondern eine Sammlung kleiner Gewohnheiten, die sich leicht in den Tag einbauen lassen:

  • Regelmäßige Bewegung, die verschiedene Muskelgruppen abwechselnd fordert
  • Haltungswechsel bei sitzenden Tätigkeiten – stehen Sie zwischendurch auf und bewegen Sie sich
  • Dehnübungen, die die Beweglichkeit fördern und verkürzte Muskeln lockern
  • Ausgleich zu einseitigen Belastungen, etwa durch gezieltes Training der Gegenspieler
  • Entspannungsmethoden, um stressbedingte Anspannung zu verringern, zum Beispiel Atemübungen oder progressive Muskelentspannung

Schon kleine Veränderungen im Tagesablauf können einen spürbaren Unterschied machen. Eine kurze Bewegungspause am Schreibtisch, ein ergonomisch eingerichteter Arbeitsplatz oder ein paar Dehnübungen am Abend lassen sich meist ohne großen Aufwand umsetzen. Wer diese Bausteine mit einer gelegentlichen Selbstmassage kombiniert, hält seine Muskulatur langfristig geschmeidig.

Fazit

Die Triggerpunkt-Massage ist eine gut zugängliche Methode, um verspannte Muskelareale gezielt zu bearbeiten. Mit etwas Übung lernen Sie, Triggerpunkte zu ertasten und mit den Händen oder passenden Hilfsmitteln zu behandeln. Entscheidend sind dabei Achtsamkeit, eine angemessene Dosierung und Regelmäßigkeit. Ergänzt durch Bewegung, Dehnung und Stressausgleich können Sie viel für Ihr körperliches Wohlbefinden tun. Bei anhaltenden oder unklaren Beschwerden ist der Gang zu einer Fachperson jedoch der richtige Weg.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie oft sollte man eine Triggerpunkt-Massage durchführen?

Das hängt vom individuellen Empfinden und der Reaktion des Muskels ab. Viele Menschen bearbeiten betroffene Punkte ein- bis mehrmals täglich für jeweils kurze Zeit. Wichtiger als die Häufigkeit ist ein moderater, gut aushaltbarer Druck. Achten Sie darauf, wie Ihr Körper reagiert, und gönnen Sie der Muskulatur bei Bedarf Erholungspausen.

Ist es normal, dass die Triggerpunkt-Massage wehtut?

Ein leichter, gut aushaltbarer Schmerz beim Druck auf einen Triggerpunkt ist nicht ungewöhnlich und wird oft als "Wohlweh" beschrieben. Ein stechender, brennender oder sehr starker Schmerz ist hingegen ein Hinweis, den Druck deutlich zu reduzieren. Die Massage sollte nie gegen einen intensiven Schmerz erfolgen.

Kann ich Triggerpunkte überall selbst behandeln?

Viele Triggerpunkte lassen sich gut selbst erreichen, insbesondere im Nacken-, Schulter- und Rückenbereich mithilfe von Bällen oder Faszienrollen. Manche Stellen sind jedoch schwer zugänglich oder liegen in empfindlichen Regionen. In solchen Fällen sowie bei unklaren oder starken Beschwerden ist professionelle Unterstützung die bessere Wahl.

Wie lange sollte ich den Druck auf einem Triggerpunkt halten?

Als Orientierung gilt eine Dauer von etwa 20 bis 60 Sekunden pro Punkt. In dieser Zeit lässt das Schmerzempfinden häufig spürbar nach. Halten Sie den Druck ruhig und gleichmäßig, atmen Sie tief und lösen Sie den Druck anschließend langsam. Bei Bedarf können Sie den Vorgang nach einer kurzen Pause wiederholen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Triggerpunkt und einer normalen Verspannung?

Eine gewöhnliche Verspannung schmerzt in der Regel nur dort, wo sie sitzt. Ein aktiver Triggerpunkt hingegen strahlt den Schmerz häufig in andere Körperregionen aus. Wenn Druck auf einen Punkt genau das Beschwerdemuster reproduziert, das Sie ohnehin kennen, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Triggerpunkt.

Welche Hilfsmittel eignen sich für die Selbstmassage am besten?

Für punktgenauen Druck an Rücken und Gesäß eignen sich Massage- oder Tennisbälle. Faszienrollen sind ideal für großflächige Bereiche wie Oberschenkel oder oberen Rücken. Für schwer erreichbare Stellen am Nacken gibt es spezielle Triggerpunkt-Stäbe. Beginnen Sie immer mit sanftem Druck und steigern Sie ihn nur, solange es angenehm bleibt.

Quellen

  1. Wikipedia: Myofaszialer Triggerpunkt
  2. DocCheck Flexikon: Triggerpunkt
  3. Wikipedia: Massage
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Über den Autor
Autorenbild Ulrich Pötter
Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 25 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

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Ab Ab