Genderfrage bei Massagen
Fast überall begegnen uns heutzutage die Themen Diversität, Genderneutralität und Ähnliches. Auch innerhalb der Präventions- und Wellnessbranche gibt es daher eine stetig wachsende Zielgruppe, die sich mit der „Genderfrage" auseinandersetzt. Diese gilt sowohl für die Kundschaft als auch für den Fachpraktiker selbst. Wir möchten Ihnen in unserem heutigen Blog-Beitrag einmal kurz erläutern, was es damit auf sich hat und wie sich jeder Kunde unabhängig von seinem Geschlecht bei jedem Fachpraktiker, ganz gleich, ob Mann oder Frau, professionell aufgehoben fühlen kann.
Key Facts – Genderfrage bei Massagen
- Grundsatz: Bei einer seriösen Wellnessmassage spielt das Geschlecht des Fachpraktikers fachlich keine Rolle.
- Entscheidend: Ausbildung, Fachkompetenz, Berufsethik und respektvolles Verhalten – nicht Mann oder Frau.
- Klientenwunsch: Eine Präferenz für ein bestimmtes Geschlecht ist legitim und darf jederzeit geäußert werden.
- Auswahlkriterien: Referenzen, Weiterbildungen, echte Rezensionen, Empathie und eine angenehme Atmosphäre.
- Schamgrenze: Manche Klienten bevorzugen aus Diskretionsgründen ein bestimmtes Geschlecht – das ist zu respektieren.
- Grenzen: Anzügliche Worte, Blicke oder Berührungen sind tabu; sexuelle Belästigung ist strafbar.
- Neutralität: Der Profi behandelt jeden Klienten gleich – unabhängig von Geschlecht, Aussehen oder Orientierung.
Was bedeutet „Genderfrage“ in Bezug auf Wellnessmassagen?
In der aktuellen Zeit ist Diversität ein allgegenwärtiges Thema. Viele Menschen beschäftigen sich heutzutage mehr mit den unterschiedlichen Geschlechtsidentitäten, die längst nicht mehr nur auf weiblich oder männlich typisiert werden dürfen. Daher wird die Geschlechterfrage auch zunehmend in Wellness- und Präventionsbereichen diskutiert. Hier geht es allerdings nicht ausschließlich um die korrekte Ansprache des Kunden/Experten, sondern viel eher um die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Anwender und Zielgruppe.
Tipp: Sie können stets nur an Ihrer eigenen Meinung und Ihrem korrekten Verhalten, nicht an dem Ihres Gegenübers. Es wäre also besser, von vorneherein für Sie selbst mit Toleranz und wertungsfreiem Denken an die Wellnessmassage heranzutreten, statt nur auf die Akzeptanz der anderen Person zu hoffen!
Sollte ich einen weiblichen oder männlichen Fachpraktiker wählen?
Allgemein sollte die Genderfrage bei einem Fachpraktiker keine Rolle spielen. Unabhängig davon, ob es ein Mann oder eine Frau ist, es wird dem Profi schon innerhalb der Ausbildung mehrfach beigebracht, dass er alle Grifftechniken auf niveauvolle, respektvolle und professionelle Art zu absolvieren hat. Ein Bestandteil jeder vorbildlichen Schulung ist es, den angehenden Fachpraktiker für Massage, Wellness und Prävention damit zu konfrontieren, dass jener unter keinen Umständen die Privatsphäre des Kunden verletzen darf oder sich zu weit in die Intimsphäre der Kundschaft vorwagen sollte.
Wonach sollte der Anwender für Wellnessmassagen ausgewählt werden?
Bei der Suche nach dem richtigen Fachpraktiker für Massagen, Wellness und Prävention sollten Sie sich vorrangig an der Fachkompetenz und dem positiven Gesamteindruck orientieren. So wäre es ratsam, die folgenden Kriterien zu berücksichtigen:
- Fundierte Referenzen als Nachweise des Fachwissens
- Regelmäßig belegte Weiterbildungen, um die Qualifikationen auszubauen
- Erfahrungswerte
- Positive Rezensionen echter Kunden
- Faire Preis-Leistungs-Kalkulationen
- Empathie und Toleranz
- Eine angenehme Atmosphäre
Wie Sie sehen, geht es nicht um die Geschlechterfrage, sondern ein stimmiges Gesamtkonzept, wonach Sie sich für den richtigen Profi entscheiden sollten.
Warum werden weibliche Anwender im Wellnessbereich oft bevorzugt?
Eine Studie aus Amerika hat ergeben, dass der größte Teil der Kunden einer Wellnessmassage die Durchführung bei einem weiblichen Fachpraktiker bevorzugt. Dies hat viele unterschiedliche Gründe. Zum einen geht es darum, dass manche Kunden, insbesondere Frauen, befürchten, bei einem Mann weniger professionell massiert zu werden, während sie auch eine größere Schamgrenze haben, insofern sie sich vor einem männlichen Experten entkleiden müssten, damit jener die verschiedenen Körperpartien wie Rücken, Beine, Arme und Bauch massieren kann. Speziell wenn es um Massagen geht, die vielleicht sogar eine vollständige Entkleidung des Oberkörpers und Grifftechniken im Brustbereich beinhalten scheuen viele Frauen die Wellnessanwendung bei einem männlichen Profi.
Männer wiederum bevorzugen teilweise die Massage von einer Frau, da sie befürchten, wenn es um die Durchführung von Massagetechniken an Körperpartien geht, die sich nah am Intimbereich befinden, ein befremdliches Gefühl und eine unangenehme Situation zu schüren, insofern sie als heterosexueller Mann diese Berührungen von einem anderen Mann empfangen. Dass es sich dabei jedoch stets um professionell angewandte, vollkommen geschlechtsneutrale und wertungsfreie Griffe handelt, gerät bei dem Kunden mitunter in den Hintergrund.
Eine andere Erklärung dafür, dass weibliche Fachpraktiker mitunter den Vorzug erhalten, wäre deren Sanftmut. So haben manche Kunden Bedenken, dass ein männlicher Fachpraktiker unter Umständen mit zu viel Druck und Kraft an die Grifftechniken herantreten würde, worunter das allgemeine Wohlbefinden und der entspannende Effekt leiden könnten. Letzteres wäre als Kritikpunkt durchaus nachvollziehbar, vor allem wenn die Kundin/der Kunde vorher schon einmal negative Erfahrungen mit einem männlichen Experten gemacht hat.
Was sollte bei einer seriösen Wellnessmassage wichtig sein?
Bei einer professionell durchgeführten Wellnessmassage ist die Geschlechterfrage unwichtig, denn hier geht es um seriös angewandte Grifftechniken und eine hohe Berufsethik. Daher sind sämtliche Annäherungen, Worte oder Abläufe, die dieser Moral entsprechen, verboten.
Bereits während der Ausbildung wird den angehenden Profis immer wieder vor Augen geführt, dass niemals eine Situation entstehen darf, die von dem Kunden falsch verstanden werden könnte. Das heißt, sämtliche Grifftechniken, bei denen zum Beispiel die Gesäßhälften auseinandergezogen, die Brustwarzen berührt, der Intimbereich des Kunden angetastet oder die Techniken auf eine missverständliche Art durchgeführt werden, zum Beispiel eine zu intensive Art des Streichelns sind strikt untersagt. Sie widersprechen jeglicher Berufsethik und sollten für jede seriöse Person ein Tabu sein. Dies gilt ebenso für die nonverbale Kommunikation durch Blicke oder Gesten sowie den Kundenkontakt in Gesprächen.
Wie umgehe ich als Anwender die Genderfrage?
Professionalität, Diskretion und Verantwortungsbewusstsein sind es, die einen seriösen Fachpraktiker auszeichnen. Wenn Sie sich danach richten, spielt das Geschlecht keine Rolle, weil der Kunde gar nicht erst in eine Situation geraten wird, welche er falsch verstehen könnte oder bei der er sich eventuell unangenehm fühlt. Gestalten Sie Ihre Massagen dabei stets als beruhigend und angenehm in Bezug auf das Raumambiente und den Kundenkontakt, achten Sie aber auch hierbei darauf, dass der Kunde zu keiner Zeit denkt, Sie möchten ihm mit Ihrer Massagevorbereitung imponieren oder ihn dazu einladen, mehr als nur ein reines Gefühl der Entspannung wahrzunehmen. Verhalten Sie sich jedem Kunden gegenüber gleich, ob es nun ein älterer Herr, eine junge Frau oder ein Transgender-Kunde mittleren Alters wäre, denn es ist nicht Ihre Aufgabe, über Aussehen, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Hautfarbe, Religion oder andere Faktoren zu urteilen.
Spielt das Geschlecht des Kunden für die Wellnessmassage eine Rolle?
Ähnlich wie schon bei dem ausübenden Profi sollte auch in Bezug auf die Kundschaft die Genderfrage keine Rolle spielen. Das heißt, für Sie als Anwender gilt: jeder Kunde ist gleich, egal ob Frau, Mann oder divers. Darum sollten Sie keinerlei Präferenzen haben und auch in Ihrer beruflichen Laufbahn darauf achten, dass Sie nicht beabsichtigt mehr männlichen oder weiblichen Kunden einen Termin vergeben, falls von allen Geschlechtern ausreichend Anfragen bezüglich einer Wellnessmassage vorhanden wären. Sonst könnte man Ihnen eventuell unterstellen, Sie würden die weiblichen/männlichen Kunden bevorzugen.
Wie verhalte ich mich genderkonform bei Wellnessmassagen?
Um eine genderkonforme Massage zu absolvieren, müssen Sie vor allem die richtige Einstellung besitzen. Das heißt, Sie sollten generell ein offener, vorurteilsfreier Mensch sein, der auch in seinem privaten Umfeld nicht bewertet. So gelingt es Ihnen, diese Neutralität und Toleranz bereits von Beginn an in Ihre Arbeit zu integrieren.
Sie dürfen außerdem keinerlei mehrdeutig Bemerkungen machen, Ihre Komplimente an Kunden sollten sich immer auf einer neutralen Ebene zum Beispiel auf die gute Vorbereitung durch das Mitbringen von vorhandenen ärztlichen Attesten, auf die gezielt gestellten Fragen oder das Vertrauen beschränken und keinesfalls eine Grenze überschreiten, bei der sich der Kunde persönlich geschmeichelt fühlen würde. Eine Bemerkung hinsichtlich des Aussehens, der Kleidung, der Ausstrahlung oder ähnliches ist nicht gestattet. Sicherlich wird es den ein oder anderen Moment geben, in welchem sich innerhalb eines Gesprächs eine positive Wertschätzung nicht vermeiden lässt. Handeln Sie dann immer so, dass der Kunde versteht, dass Sie ihm lediglich einen gut gemeinten Zuspruch oder eine Wertschätzung entgegenbringen möchten, keinen versteckten Flirtversuch. Starren Sie niemals auf den Körper des Kunden oder äußern Sie durch unbedachte Bewegungen (zum Beispiel das Streifen mit der Hand an der Brustseite), dass Sie in irgendeiner Art und Weise Interesse an Ihrem Kunden hegen.
Kann eine Wellnessmassage falsch verstanden werden?
Sicherlich müssen Sie als „Berufsrisiko“ die potenzielle Gefahr berücksichtigen, dass es immer wieder mal Kunden geben könnte, bei denen eine missverständliche Situation entstünde oder die sich aus der Zusammenarbeit mit Ihnen mehr erhoffen, doch dies ist kein Grund, von Beginn an eine Geschlechtergruppe aus Ihrem Kundenstamm zu streichen. Auch hier geht es wieder um die Professionalität und Ihr souveränes Auftreten, welches Ihnen hilft, mit jeglichen Schwierigkeiten umzugehen.
Wie verhalte ich mich, wenn eine Massage falsch verstanden wird?
Für beide Fälle geht gilt:
Sollte es Widererwarten zu einer ernsten Situation kommen, gibt es natürlich auch noch die Möglichkeit des rechtlichen Verfahrens, denn sexuelle Belästigung, ob vom Kunden oder vom Profi, ist von jeder Hinsicht strikt untersagt und kann strafrechtlich verfolgt werden.
Leider kann es auch sein, dass Sie sich die ganze Zeit über professionell verhalten und Ihrem Kunden keinerlei Anlass dazu geben, Ihre Massagen misszuverstehen, der Kunde dies aber trotzdem genau vorgibt, weil er eventuell für Sie als Fachpraktiker Gefühle hat oder darauf aus ist, sich Aufmerksamkeit zu holen. Dies ist zwar sehr selten der Fall, insofern Sie aber das Gefühl haben, Ihr Kunde würde mehr für Sie empfinden als eine rein professionelle Geschäftsbeziehung oder sollten Sie bemerken, dass er/sie es darauf anlegt, Sie in eine prekäre Situation zu bringen, müssen Sie sofort die Reißleine ziehen. Das heißt, Sie sollten ihm/ihr unmissverständlich, wenn auch höflich klar machen, dass es sich um eine Dienstleistung ohne jegliche Hintergedanken handelt und Ihnen ein weiterer Kontakt auf nicht beruflicher Ebene untersagt ist. Wenn auch dies keinerlei Erfolg hat oder Sie ernsthaft befürchten, jemand möchte Ihrem Ruf schaden, sollten Sie die Zusammenarbeit mit dem Kunden beenden, ehe es zu einem Problem käme, welches für Sie negativ ausgelegt wird.
Selbstverständlich gilt das Thema "sexueller Übergriff " nicht nur in Bezug auf den Fachpraktiker, der von einem Kunden genötigt werden kann. Leider finden sich auch immer wieder schwarze Schafe innerhalb der Berufsbranche, die ihre Arbeit dazu missbrauchen, sich einer Kundin/einem Kunden unsachgemäß zu nähern oder ihm/ihr Avancen zu machen. Hier sollte der Kunde ebenso verfahren, wie auch der Fachpraktiker. Nämlich, von Beginn an deutlich vermitteln, dass es sich nur um eine Dienstleistung handelt und der Kunde/die Kundin keinerlei weitere Interessen an der Person hat, während in einer Ausnahmesituation der Kunde/die Kundin ebenfalls von weiteren Terminen Abstand nehmen sollte, bevor sie/er in eine missliche Lage gerät, bei welcher es zu einem Übergriff oder unseriösen Berührungen/Komplimenten käme.
Wie vermeide ich Probleme durch die Genderfrage?
Zugegeben, eine Wellnessmassage ist ein sehr intimer Moment, bei dem der Kunde volles Vertrauen zu dem Experten haben muss und auch jener in der Lage sein sollte, dieses Vertrauen an seine Kundschaft zurückzugeben, damit er seine Kenntnisse in Bezug auf die Durchführung wohltuender Massagen kompromisslos einsetzen darf. Damit die Genderfrage also während einer solchen Massage gar nicht erst aufkommt, gibt es einige simple Tipps, an denen sich ein Fachpraktiker orientieren sollte:
- besprechen Sie mit Ihren Kunden bereits im Vorfeld, welche Körperpartien für gewöhnlich in die Massage integriert werden und holen Sie sich eine unmissverständliche Zustimmung, bevor Sie mit den eigentlichen Praktiken beginnen. Diese Zustimmung ließe sich zum Beispiel auch innerhalb des Präventionsvertrags festhalten, sodass Sie bei eventuellen Streitigkeiten darauf verweisen könnten und eine Absicherung besitzen.
- sprechen Sie Ihren Kunden darauf an, dass er immer sofort eine Rückmeldung geben sollte, falls ihm eine Berührung oder eine Position während der Lagerung (zum Beispiel, wenn die Bauchmassage stattfindet) unangenehm sei. Dadurch haben Sie die Möglichkeit sofort darauf zu reagieren und gegebenenfalls die Grifftechnik abzuwandeln, den Massagebereich auszulassen oder eine andere Lösung zu finden, die im Sinne Ihres Kunden ist.
- vermeiden Sie, wie schon erwähnt, anzügliche Blicke, Kommentare oder Ähnliches, sodass gar keine falschen Verdächtigungen entstehen können.
- vermeiden Sie den direkten Kontakt zu brisanten Stellen, die wir Ihnen ebenfalls in diesem Lehrgang vermitteln, damit es nicht zu Unannehmlichkeiten käme, achten Sie stets darauf, dass zum Beispiel bei Ihrer Kundin der Oberkörper mit einem Handtuch bedeckt bist, insofern Sie nicht gerade eine Massage im Brustbereich durchführen, damit sie kein ungutes Gefühl haben muss.
- konzentrieren Sie sich auf die korrekte Ausführung der Massagetechniken ohne zu intensiv oder zu „zärtlich“ an Bereichen wie der Brustpartie/dem Beckenbereich zu verweilen.
- gestalten Sie die gesamte Massage so, dass Sie die Empfindungen Ihres Kunden stets in den Vordergrund setzen und auch beobachten, wie er sich während der Ausführung einzelner Grifftechniken verhält. Manchmal trauen sich Kunden nicht direkt zu erwähnen, wenn ihnen etwas unangenehm ist, was Sie dann aber durchaus an ihrem Blicken/der Mimik erkennen können. Darum sollten Sie ebenso auf die nonverbale Körpersprache achten, um Ihre Grifftechniken sofort abzuwandeln, wenn sich ein Kunde nicht mehr wohlfühlt.
Insgesamt kommt es bei der richtigen Annäherung von Kunde und Experte auch auf Erfahrung und Fachwissen sowie hohe Soft Skills an. Mit der passenden Empathie und Professionalität sollte die Genderfrage aber sowohl für den Anwender als auch für den Kunden kein Problem darstellen.
Fazit
Bei einer professionell durchgeführten Wellnessmassage sollte das Geschlecht des Fachpraktikers fachlich keine Rolle spielen. Entscheidend sind eine fundierte Ausbildung, respektvolles Verhalten, Diskretion und eine hohe Berufsethik – Eigenschaften, die unabhängig davon sind, ob Mann oder Frau die Anwendung durchführt. Gleichzeitig ist eine persönliche Präferenz der Klientin oder des Klienten für ein bestimmtes Geschlecht völlig legitim und sollte offen kommuniziert und respektiert werden. Wer bei der Auswahl auf Fachkompetenz, echte Referenzen und ein gutes Bauchgefühl achtet, findet die passende Fachkraft. So bleibt die Genderfrage das, was sie sein sollte: eine reine Sache des persönlichen Wohlbefindens.
Häufige Fragen zu Genderfrage bei Massagen
Spielt das Geschlecht des Masseurs bei einer Massage eine Rolle?
Fachlich nicht. Wer eine fundierte Ausbildung durchlaufen hat, führt alle Grifftechniken respektvoll, professionell und geschlechtsneutral aus. Ob Mann oder Frau: Für die Qualität einer Wellnessmassage sind Kompetenz, Berufsethik und Diskretion entscheidend, nicht das Geschlecht. Eine persönliche Präferenz der Klientin oder des Klienten ist davon unberührt und völlig in Ordnung.
Darf ich mir das Geschlecht des Fachpraktikers wünschen?
Ja, selbstverständlich. Ein Wunsch nach einer weiblichen oder männlichen Fachkraft ist legitim und muss nicht begründet werden. Viele Menschen fühlen sich aus Gründen der Schamgrenze oder des persönlichen Wohlbefindens bei einem bestimmten Geschlecht wohler. Seriöse Anbieter nehmen solche Wünsche ernst und gehen offen damit um – zögern Sie also nicht, das bei der Terminvereinbarung anzusprechen.
Worauf sollte ich bei der Wahl eines Fachpraktikers achten?
Orientieren Sie sich am Gesamteindruck statt am Geschlecht: fundierte Referenzen und Qualifikationsnachweise, regelmäßige Weiterbildungen, echte Kundenrezensionen, ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis sowie Empathie und eine angenehme Atmosphäre. Ein professionelles Auftreten, klare Kommunikation über den Ablauf und ein diskreter Umgang mit Ihrer Privatsphäre sind verlässlichere Indikatoren für Qualität als das Geschlecht.
Warum bevorzugen manche Klienten eine weibliche Fachkraft?
Gründe sind meist die persönliche Schamgrenze beim Entkleiden, das Gefühl größerer Diskretion oder die Erwartung sanfterer Griffe. Solche Präferenzen sind individuell und nachvollziehbar. Sie sagen nichts über die tatsächliche Kompetenz männlicher Fachkräfte aus, denn auch diese arbeiten professionell und feinfühlig. Letztlich entscheidet das persönliche Wohlbefinden – und das darf jeder für sich selbst festlegen.
Was gilt bei einer seriösen Massage als Grenze?
Jede seriöse Wellnessmassage folgt einer klaren Berufsethik: keine anzüglichen Bemerkungen, Blicke oder Gesten und keine missverständlichen Berührungen. Der Intimbereich bleibt tabu, nicht behandelte Körperpartien werden mit einem Handtuch abgedeckt. Fühlen Sie sich zu irgendeinem Zeitpunkt unwohl, dürfen Sie dies jederzeit äußern. Sexuelle Belästigung – gleich von welcher Seite – ist untersagt und kann strafrechtlich verfolgt werden.
