09. September 2015
Lesezeit ca. 18 Min.

Massageöle und Lotionen sind weit mehr als nur Beiwerk – sie entscheiden über Gleitfähigkeit, Hautgefühl und das Wohlbefinden einer jeden Massage. Doch worin unterscheiden sich Öl, Lotion und Creme eigentlich, und welches Produkt passt zu welchem Hauttyp und welcher Anwendung? In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie das richtige Gleitmittel gezielt auswählen, worauf Sie bei empfindlicher Haut achten sollten und wann sich welche Konsistenz wirklich lohnt.

Key Facts – Massageöle & Lotionen

  • Öl: bildet einen langanhaltenden Gleitfilm, zieht langsam ein – ideal für lange, fließende Ganzkörper- und Wellnessmassagen.
  • Lotion: leichte Emulsion aus Öl und Wasser, zieht schneller ein, weniger fettig – angenehm für Gesicht, behaarte Stellen und Menschen, die kein öliges Hautgefühl mögen.
  • Creme/Gel: dickflüssiger bzw. wasserbasiert, kürzere Gleitphase – gut für punktuelle, kräftige Grifftechniken.
  • Gängige Basisöle: Mandel (universell, mild), Jojoba (technisch ein Wachs, sehr hautähnlich), Kokos (fest, leicht), Sesam (nährend, schwerer).
  • Auswahl-Faustregel: je länger und großflächiger die Massage, desto öliger; je schneller das Einziehen gewünscht ist, desto eher Lotion.
  • Pflicht vor jeder neuen Anwendung: ein Patch-Test in der Ellenbeuge, besonders bei empfindlicher Haut und bei Produkten mit ätherischen Zusätzen.

Warum das richtige Gleitmittel über die Massage entscheidet

Eine Massage lebt von der Berührung – und davon, dass die Hände sauber über die Haut gleiten können, ohne zu zerren oder zu reiben. Genau hier kommen Massageöle und Lotionen ins Spiel: Sie verringern die Reibung zwischen Hand und Haut, ermöglichen lange, fließende Streichungen und schützen die Haut vor unangenehmer Belastung. Ohne ein passendes Gleitmittel werden Streichbewegungen ruckartig, die Haut kann gereizt werden, und auch die behandelte Person empfindet die Berührung schnell als unangenehm statt wohltuend.

Doch Gleitfähigkeit ist nicht alles. Das gewählte Produkt beeinflusst zugleich das Hautgefühl, die Dauer des Gleitfilms, den Duft im Raum und die Pflege, die die Haut nebenbei erhält. Ein schweres Öl trägt minutenlang, eine leichte Lotion verlangt häufigeres Nachgeben. Wer die Eigenschaften der verschiedenen Produktgruppen kennt, kann gezielt auswählen – passend zur Massageart, zum Hauttyp und zu den persönlichen Vorlieben. Im Folgenden ordnen wir die wichtigsten Mittel ein und zeigen, wann sich welches lohnt. Dieser Ratgeber dreht sich bewusst um die Auswahl fertiger Produkte; wenn Sie Ihr Öl lieber selbst anrühren möchten, finden Sie das weiter unten verlinkt.

Hinzu kommt ein praktischer Aspekt, der gern unterschätzt wird: Das Produkt muss zur Umgebung passen. Wer auf einer hochwertigen Liege, einem Stoffbezug oder direkt auf Bettwäsche arbeitet, achtet stärker auf rückstandsarme Lotionen; wer mit einem abwischbaren Untergrund und Handtüchern arbeitet, kann bedenkenlos zu gehaltvollen Ölen greifen. Auch die Raumtemperatur spielt mit: An warmen Tagen wird selbst festes Kokosöl rasch flüssig, während ein schweres Öl im kühlen Raum angenehm wärmend wirkt. Diese kleinen Faktoren entscheiden oft mehr über das Massageerlebnis als die Frage nach dem vermeintlich „besten“ Öl.

Verschiedene Massageöle und Lotionen in Glasflaschen auf einem hellen Holztisch in heller Wellness-Umgebung
© WellnessInPerfektion WIP GmbH (KI/künstlich erzeugt)

Öl, Lotion, Creme oder Gel – die Konsistenzen im Vergleich

Die vier gängigen Produktgruppen unterscheiden sich vor allem in einem Punkt: wie schnell sie in die Haut einziehen und wie lange sie dadurch als Gleitmittel tragen. Bevor wir die einzelnen Öle betrachten, lohnt ein Blick auf die grundsätzlichen Eigenschaften – denn sie bestimmen, wie oft Sie während der Massage nachdosieren müssen und wie sich die Behandlung anfühlt.

  • Massageöl – eine fettige Substanz auf rein pflanzlicher Basis. Es zieht langsam ein, bildet einen geschmeidigen Film und bietet die längste Gleitfähigkeit. Ideal für ausgedehnte, fließende Massagen über große Hautflächen.
  • Massagelotion – eine Emulsion aus Öl und Wasser mit leichter, cremig-wässeriger Textur. Sie ist weniger fettig, zieht spürbar schneller ein und lässt sich sehr sparsam verteilen. Angenehm für alle, die kein öliges Hautgefühl mögen.
  • Massagecreme – dickflüssiger und reichhaltiger als eine Lotion, mit etwas höherem Ölanteil. Sie eignet sich für kürzere, kräftige Behandlungen und kleinere Areale.
  • Massagegel – meist wasserbasiert, kühlend und nicht fettend. Es bietet die kürzeste Gleitphase und wird gern punktuell oder für eine frische, leichte Anwendung genutzt.

Als Faustregel gilt: Je dünnflüssiger und fettiger ein Produkt ist, desto länger gleitet es und desto großflächiger lässt es sich einsetzen. Je wässriger und leichter die Konsistenz, desto schneller zieht das Mittel ein – und desto häufiger müssen Sie während der Behandlung nachgeben. Lotionen liegen dabei genau zwischen reinem Öl und einer Creme: dünnflüssiger und leichter als eine Creme, aber gehaltvoller als ein Gel.

In der Praxis lassen sich die Produktgruppen auch kombinieren. Manche beginnen mit einem Öl für die langen, einleitenden Streichungen und wechseln für gezielte, kräftige Griffe auf eine Creme, die mehr Halt unter den Händen bietet. Andere setzen ein kühlendes Gel nur punktuell ein, etwa an Nacken oder Beinen, und arbeiten den Rest mit einer Lotion. Es gibt also kein „richtig“ oder „falsch“ – entscheidend ist, dass Konsistenz und Gleitdauer zum jeweiligen Abschnitt der Massage passen.

Gängige Massageöle und ihre Eigenschaften

Die meisten Massageöle sind Pflanzenöle, die durch Kaltpressung gewonnen werden. Sie unterscheiden sich in Schwere, Einziehverhalten und Pflegecharakter – und damit darin, für welchen Hauttyp und welche Anwendung sie sich am besten eignen. Die folgenden vier Basisöle gehören zu den am häufigsten verwendeten und decken zusammen nahezu jeden Bedarf ab.

Mandelöl – der vielseitige Allrounder

Mandelöl ist das wohl beliebteste Basisöl für Massagen, und das aus gutem Grund: Es ist mild, geruchsarm und mittelschwer, gleitet gut und zieht weder zu schnell noch zu langsam ein. Damit eignet es sich für nahezu jeden Hauttyp und für die meisten Massagearten.

  • Eigenschaften: mittlere Konsistenz, ausgewogene Gleitfähigkeit, dezenter Eigengeruch.
  • Geeignet für: normale bis trockene Haut, lange Ganzkörpermassagen, Einsteiger.
  • Hinweis: bei bekannter Nussallergie meiden und auf ein Alternativöl ausweichen.

Jojobaöl – hautähnlich und lange haltbar

Jojobaöl ist streng genommen kein Öl, sondern ein flüssiges Pflanzenwachs. Seine Zusammensetzung ähnelt dem hauteigenen Talg, weshalb es besonders gut verträglich ist und kaum fettig wirkt. Es ist sehr lange haltbar und wird gern mit anderen Ölen gemischt.

  • Eigenschaften: leicht, nicht klebrig, sehr lange haltbar, hautähnlich.
  • Geeignet für: empfindliche und unreine Haut, Gesicht, Menschen, die ein leichtes Hautgefühl bevorzugen.

Kokosöl – leicht und angenehm im Duft

Kokosöl ist bei Raumtemperatur fest und wird in der Hand flüssig. Es fühlt sich vergleichsweise leicht an, zieht gut ein und hinterlässt einen dezent angenehmen Duft. Wegen seiner festen Ausgangsform lässt es sich gut portionieren.

  • Eigenschaften: bei Zimmertemperatur fest, schmilzt auf der Haut, eher leichtes Hautgefühl.
  • Geeignet für: kürzere Massagen, normale Haut, alle, die ein nicht zu schweres Öl möchten.

Sesamöl – nährend und wärmend

Sesamöl ist schwerer und gehaltvoller als die übrigen Öle und spielt in der ayurvedischen Massage eine zentrale Rolle. Es trägt sehr lange, nährt die Haut intensiv und wird oft als wärmend empfunden – ideal für ausgiebige, ruhige Behandlungen.

  • Eigenschaften: schwer, langer Gleitfilm, ausgeprägter Eigengeruch, intensiv pflegend.
  • Geeignet für: trockene Haut, ayurvedische und lange Ganzkörpermassagen, kühlere Jahreszeit.

Weitere verbreitete Basisöle sind Traubenkern-, Weizenkeim- und Aprikosenkernöl. Traubenkernöl ist leicht und geruchsneutral, Weizenkeimöl reich an Vitamin E und damit lange haltbar, Aprikosenkernöl fein und gut verträglich für empfindliche Haut. Welches Öl am besten passt, hängt weniger von Trends als von Hauttyp, Massageart und persönlichem Empfinden ab – dazu gleich mehr.

Ein praktischer Hinweis zur Haltbarkeit: Pflanzenöle können mit der Zeit ranzig werden. Bewahren Sie sie kühl, dunkel und gut verschlossen auf und achten Sie auf das Mindesthaltbarkeitsdatum. Jojoba- und Weizenkeimöl halten besonders lange, fein gepresste Öle wie Traubenkernöl sind kürzer haltbar. Ein ranziger Geruch ist ein klares Zeichen, das Produkt nicht mehr zu verwenden. Kaufen Sie Öle lieber in kleineren Mengen, wenn Sie sie nur gelegentlich nutzen – so bleibt die Qualität erhalten und die Haut bekommt stets ein frisches Produkt.

Goldenes Massageöl wird aus einer Flasche in die geöffnete Handfläche gegossen
© WellnessInPerfektion WIP GmbH (KI/künstlich erzeugt)

Massagelotionen – für wen sie sich lohnen

Lotionen sind die leichte Alternative zum Öl. Als Emulsion aus Öl, Wasser und Emulgatoren besitzen sie eine cremig-wässerige, leicht zu verteilende Textur, sind meist weiß bis durchsichtig und ziehen deutlich schneller ein als ein reines Öl. Genau das macht sie für viele Anwendungen attraktiv. Bevor wir zu den Vorteilen kommen, ein Hinweis: Bei nahezu allen Ölmassagen lässt sich ebenso gut eine Lotion verwenden – es ist also vor allem eine Frage der Vorliebe.

Die wichtigsten Vorteile einer Lotion auf einen Blick:

  • weniger fettiges Hautgefühl als bei reinem Öl – angenehm für alle, die das nicht mögen
  • schnelleres Einziehen, dadurch kaum Rückstände auf Kleidung und Handtüchern
  • sehr sparsam zu dosieren und damit ergiebig
  • häufig mit pflegenden Zusätzen versehen, die zugleich Feuchtigkeit spenden
  • gut geeignet für Gesicht, behaarte Körperstellen und kürzere Anwendungen

Für besonders lange, fließende Massagen über große Flächen ist ein Öl wegen seiner dauerhaften Gleitfähigkeit oft die bessere Wahl. Wer hingegen ein leichtes Hautgefühl bevorzugt oder nach der Massage rasch wieder angezogen sein möchte, ist mit einer Lotion meist besser bedient. Achten Sie bei Lotionen für reine Wellnessanwendungen darauf, ob es sich um ein Pflegeprodukt aus der Hautpflege oder um eine echte Massagelotion handelt – Letztere ist auf Gleitfähigkeit ausgelegt, Erstere eher auf schnelles Einziehen.

Gerade für Einsteiger sind Lotionen oft eine dankbare Wahl, weil sie sich gleichmäßig verteilen lassen und die Dosierung verzeihender ist: Wer zu viel aufträgt, hat nicht sofort eine schwimmende, rutschige Hautoberfläche wie bei reinem Öl. Auch im Sommer oder bei behaarten Körperstellen wie Beinen und Brust empfinden viele eine Lotion als angenehmer, weil sie weniger verklebt. Wer empfindlich auf Duftstoffe reagiert, greift zu möglichst neutralen, parfümfreien Varianten – das gilt für Lotionen ebenso wie für Öle.

Das passende Produkt nach Anwendung und Hauttyp auswählen

Die zentrale Frage lautet nicht „Was ist das beste Massageöl?“, sondern „Was passt zu dieser Massage und dieser Haut?“. Drei Kriterien helfen bei der Entscheidung: die Art der Massage, der Hauttyp der behandelten Person und das gewünschte Hautgefühl. Gehen Sie diese der Reihe nach durch, bevor Sie zu einem Produkt greifen.

Nach der Massageart richten Sie die Konsistenz aus: Lange, fließende Ganzkörper- und Wellnessmassagen verlangen einen dauerhaften Gleitfilm, also ein eher schweres Öl wie Sesam oder Mandel. Kürzere, kräftige Griffe auf kleinen Arealen kommen mit einer Creme oder Lotion gut aus, eine frische, leichte Anwendung gelingt mit einem Gel. Eine entspannende Aromaölmassage profitiert von einem milden, geruchsarmen Basisöl, dem Sie behutsam einen Duft beimischen können; eine sportlich-aktivierende Anwendung verträgt durchaus ein kühlendes Gel.

Nach dem Hauttyp wählen Sie den Pflegecharakter: Trockene Haut profitiert von nährenden, schwereren Ölen; empfindliche oder unreine Haut verträgt leichte, hautähnliche Produkte wie Jojoba meist besser. Bei bekannten Allergien – etwa gegen Nüsse – weichen Sie auf ein passendes Alternativöl aus. Und nach dem persönlichen Empfinden entscheiden Sie über das Hautgefühl: Wer es nicht ölig mag, greift zur Lotion; wer ein langes, sattes Gleiten schätzt, bleibt beim Öl. Oft ist es sinnvoll, der zu massierenden Person die Wahl zu lassen oder zwei Varianten anzubieten.

Sanfte Öl-Massage am mit einem Handtuch bedeckten Rücken in entspannter Wellness-Atmosphäre
© WellnessInPerfektion WIP GmbH (KI/künstlich erzeugt)

Richtig anwenden und dosieren

Auch das beste Produkt entfaltet seine Wirkung nur bei richtiger Anwendung. Die wichtigste Regel lautet: lieber sparsam beginnen und bei Bedarf nachgeben, als von Anfang an zu viel aufzutragen. Zu viel Öl macht die Haut rutschig, erschwert gezielte Griffe und hinterlässt unnötige Rückstände. Die folgenden Hinweise haben sich in der Praxis bewährt:

  • In der Hand vorwärmen: Geben Sie das Öl oder die Lotion zunächst in die eigene Handfläche und reiben Sie es kurz an – warmes Mittel fühlt sich deutlich angenehmer an als kaltes direkt aus der Flasche.
  • Sparsam dosieren: Ein bis zwei Teelöffel reichen meist für eine größere Körperregion. Lieber mehrfach kleine Mengen nachnehmen als einmal zu viel.
  • Gleichmäßig verteilen: Tragen Sie das Mittel mit ruhigen Streichungen auf, bevor Sie mit kräftigeren Griffen beginnen.
  • Nachdosieren statt sparen: Sobald das Gleiten nachlässt, geben Sie etwas nach – das schützt die Haut vor Reibung.
  • Reste entfernen: Nach der Massage überschüssiges Öl mit einem Handtuch sanft abnehmen; eine kurze Ruhephase lässt die Pflegestoffe einziehen.

Wie viel Sie tatsächlich benötigen, hängt von der Hautbeschaffenheit ab: Trockene Haut „schluckt“ Öl schneller und braucht etwas mehr, während sich auf gut gepflegter Haut der Gleitfilm länger hält. Mit etwas Übung entwickeln Sie ein Gefühl dafür, wann der richtige Moment zum Nachdosieren gekommen ist – nämlich genau dann, wenn die Hände nicht mehr mühelos gleiten, sondern beginnen, leicht an der Haut zu haften.

Hautverträglichkeit, Allergien und der Patch-Test

So angenehm Massageöle und Lotionen sind – die Haut reagiert individuell. Pflanzliche Öle, ätherische Zusätze und Duftstoffe können in seltenen Fällen Reizungen oder allergische Reaktionen auslösen. Deshalb gilt vor jedem neuen Produkt und besonders bei empfindlicher Haut: erst testen, dann großflächig anwenden. Ein einfacher Patch-Test gibt Sicherheit:

  • Tragen Sie eine kleine Menge des Produkts in die Ellenbeuge oder auf die Innenseite des Unterarms auf.
  • Lassen Sie die Stelle 24 Stunden unberührt und beobachten Sie sie.
  • Treten Rötung, Juckreiz, Brennen oder Pusteln auf, verzichten Sie auf das Produkt.
  • Bei ätherischen Ölen besonders vorsichtig sein – sie gehören stets stark verdünnt in ein Basisöl und nie pur auf die Haut.
  • Bei bekannten Allergien (etwa gegen Nüsse) entsprechende Öle von vornherein meiden.

Tragen Sie Öle und Lotionen außerdem nicht auf verletzte, entzündete oder sonnenverbrannte Haut auf. Bei bestehenden Hauterkrankungen oder Unsicherheit halten Sie vorab Rücksprache mit einer fachkundigen Person. Diese Hinweise dienen ausschließlich dem Wohlbefinden und ersetzen keine medizinische Beratung.

Lieber selbst mischen? So gelingt Ihr eigenes Massageöl

Fertige Produkte sind bequem – doch viele möchten genau wissen, was auf ihre Haut kommt, und ihr Öl selbst zusammenstellen. Das ist einfacher, als es klingt: Mit einem milden Basisöl und wenigen, gut verdünnten ätherischen Tropfen lässt sich ein individuelles Massageöl herstellen, das genau auf Hauttyp und Vorlieben abgestimmt ist. Eine ausführliche Anleitung mit Grundrezept, Mischverhältnissen und Sicherheitshinweisen finden Sie in unserem Ratgeber Massageöl selber machen. Dieser Beitrag hier konzentriert sich bewusst auf die Auswahl fertiger Öle und Lotionen – wer selbst anrühren möchte, ist mit dem verlinkten Grundrezept bestens bedient.

Ulrich Pötter

Mein Rat aus über 20 Jahren Praxis als staatlich anerkannter Therapeut: Verzetteln Sie sich nicht in der riesigen Produktauswahl. Halten Sie ein mildes, mittelschweres Basisöl wie Mandel für lange Massagen und eine leichte Lotion für alle bereit, die kein öliges Hautgefühl mögen – damit decken Sie über 90 Prozent aller Anwendungen ab. Und egal, wie hochwertig ein Produkt ist: Der Patch-Test in der Ellenbeuge gehört vor der ersten Anwendung dazu. Das kostet einen Tag und erspart Ihnen im Zweifel eine unangenehme Hautreaktion.

Fazit

Fazit: Ob Öl, Lotion, Creme oder Gel – das passende Gleitmittel richtet sich nach Massageart, Hauttyp und persönlichem Empfinden. Öle gleiten am längsten und eignen sich für ausgedehnte Ganzkörpermassagen, Lotionen punkten mit leichtem Hautgefühl und schnellem Einziehen. Wer die Eigenschaften kennt und vor jeder neuen Anwendung einen Patch-Test macht, wählt sicher und sorgt für ein rundum angenehmes Erlebnis. Wenn Sie das Handwerk der Massage von Grund auf lernen und auch die richtige Produktwahl sicher beherrschen möchten, bietet Ihnen das flexible Heimstudium der WHI-Akademie einen praxisnahen Einstieg – in Ihrem Tempo, mit Video, DVD und Stream.

Häufige Fragen zu Massageölen & Lotionen

Was ist besser für eine Massage – Öl oder Lotion?

Das hängt von der Anwendung ab. Öl bietet die längste Gleitfähigkeit und eignet sich für lange, fließende Ganzkörpermassagen. Eine Lotion zieht schneller ein, wirkt weniger fettig und ist angenehm für kürzere Anwendungen, das Gesicht oder für alle, die kein öliges Hautgefühl mögen.

Welches Massageöl eignet sich für Einsteiger?

Mandelöl gilt als idealer Allrounder: mild, geruchsarm, mittelschwer und für nahezu jeden Hauttyp geeignet. Bei einer Nussallergie weicht man auf Jojoba- oder Traubenkernöl aus.

Wie viel Öl braucht man für eine Massage?

Weniger als viele denken. Ein bis zwei Teelöffel reichen meist für eine größere Körperregion. Beginnen Sie sparsam, wärmen Sie das Öl in der Hand an und geben Sie bei nachlassendem Gleiten einfach etwas nach.

Muss ich vor der Anwendung einen Test machen?

Ja. Tragen Sie etwas Produkt in die Ellenbeuge auf und warten Sie 24 Stunden. Treten Rötung, Juckreiz oder Brennen auf, verzichten Sie auf das Mittel. Besonders bei empfindlicher Haut und Produkten mit ätherischen Zusätzen ist dieser Patch-Test wichtig.

Kann ich Massageöl selbst herstellen?

Ja, das gelingt mit einem milden Basisöl und wenigen, gut verdünnten ätherischen Tropfen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Grundrezept und Sicherheitshinweisen finden Sie in unserem Ratgeber „Massageöl selber machen“.

Worin unterscheiden sich Lotion, Creme und Gel?

Eine Lotion ist eine leichte Emulsion aus Öl und Wasser und zieht relativ schnell ein. Eine Creme ist dickflüssiger und reichhaltiger mit höherem Ölanteil. Ein Gel ist meist wasserbasiert, kühlend und nicht fettend und bietet die kürzeste Gleitphase.

Quellen & Weiterführende Literatur

  1. Wikipedia: Massage – Grundlagen, Techniken und Einsatz von Gleitmitteln.
  2. Wikipedia: Pflanzenöl – Gewinnung und Eigenschaften der gängigen Basisöle.
  3. Wikipedia: Hautpflege – Hauttypen, Verträglichkeit und Pflegewirkung von Ölen und Lotionen.
  4. Wikipedia: Aromatherapie – Hinweise zum sicheren Umgang mit ätherischen Ölen.
© 2026 wellnessheimstudium.de • Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden bitte ärztlich abklären. Hinweis: Dieser Artikel kann Affiliate-Links enthalten. Wenn Sie über solche Links einkaufen, erhalten wir ggf. eine Provision – für Sie entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. Affiliate-Links beeinflussen nicht unsere redaktionelle Auswahl oder Bewertung der Inhalte.
Über den Autor
Autorenbild Ulrich Pötter
Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

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Profilbild von Jessika Elling
vor 2 Wochen
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vor einem Monat
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Heike Regenberg
Profilbild von Ab Ab
vor 2 Monaten
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Ab Ab